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Indianer - 3. Die Chinchero


Inhalt

Am Dreifaltigkeitssonntag (Trinitatis) brechen jedes Jahr bis zu 50.000 Pilger aus ganz Peru zur größten indianischen Wallfahrt des Landes auf. Ihr Ziel ist die Hochebene von Cinajara (Sinakara), wo sie die Fiesta del Nuestro Senor de Qoyllur Riti, das Schneesternfest oder Fest des Herrn vom strahlenden Schnee gemeinsam feiern. Hier, zu Füßen des Ausangategletschers tanzen , singen, beten die Wallfahrer drei Tage lang, um dem Bild einer wunderhaften Christus-Erscheinung und zugleich den Berggöttern ihrer Vorfahren zu huldigen.

Die Doppelnatur des Festes ist bezeichnend für die Doppelnatur des Indioglaubens. Obwohl ausnahmslos alle indigenen Völker Perus den christlichen Glauben angenommen haben und stolz darauf sind, für gute Katholiken zu gelten, halten die meisten nach wie vor an zentralen Glaubensvorstellungen der vorchristlichen Epoche fest. So ist die Wallfahrt zur Bergkapelle des Senor de Qoyllur Riti sowohl ein christlich-katholisches Fest mit Prozessionen, Gottesdiensten und Gebeten, aber eben auch ein Fest zu Ehren der Berggötter Apu Ausangate, Apu Qoyllur Riti sowie aller Apus im Umkreis.

Der Film begleitet Indio-Pilger aus der Stadt Chinchero bei ihrer Wallfahrt zum Senor de Qoyllur Riti. Er zeigt die Vorbereitungen, den mühsamen Aufstieg und die Festlichkeiten auf der Hochebene von Sinakara. Im Zentrum steht dabei der Blick auf eine synkretistische Glaubenswelt, in der alte indianische Elemente und Christentum scheinbar widerspruchslos verschmelzen.




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