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Jäger in der Nacht - Der Igel
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Fakten 1 Der Igel und sein Lebensraum Der Tierfilmer Helmut Barth hat mit seiner Filmkamera über viele Wochen und Monate die Lebensweise der Igel für uns aufgenommen. Die meiste Zeit des Tages verbringt der Igel versteckt in seinem Bau. Erst abends wird er richtig munter und beginnt mit der Suche nach Nahrung. Die Augen sind für den Igel lange nicht so wichtig wie für uns Menschen. Dafür kann der Igel ausgezeichnet riechen. Wenn seine Nase tropft, hat er nicht etwa Schnupfen; vielmehr kann die feuchte Nase Gerüche besser wahrnehmen. So kann der Igel auch kleine Tiere, wie Regenwürmer, Spinnen oder Schnecken, mit seiner Nase aufspüren und anschließend verspeisen ( 1 / 2 ). Mit seiner spitzen Schnauze gräbt er sich sogar in die Oberfläche des Bodens und holt sich Larven, Würmer oder Insekten. Deutlich zeichnen sich im feuchten Boden die Pfoten und Krallen des Igels ab. Kein Wunder bei diesen kräftigen Füßen - damit kann er sogar Treppen steigen. Viele Wildtiere meiden die Nähe von Menschen und werden allmählich aus ihren angestammten Wohngebieten verdrängt. Der Igel aber sucht sich sein Nest nicht selten in der Umgebung von Haus und Hof. Auf den Milchnapf allerdings erhebt noch jemand anderer Anspruch - der Hofhund. Gegen solch große Gegner benutzt der Igel seine bewährte Taktik: er rollt sich ein. Zehntausend harte Stacheln - das ist für die empfindliche Hundeschnauze ein unüberwindliches Hindernis. Lästiger als die großen Tiere sind für den Igel viele kleine Blutsauger zwischen den Stacheln, die Zecken an den Ohren und die Flöhe im Fell. In der freien Natur sucht sich der Igel sein Versteck meistens in Hecken; er begnügt sich aber auch mit einem Laubhaufen oder Holzstoß. Nur windgeschützt und trocken muß die Wohnung sein. Den Tag verschläft der Igel in seinem Versteck. Sein erster Streifzug von drei bis vier Stunden beginnt erst nach sechs Uhr abends, ein zweiter um Mitternacht und ein dritter morgens von vier bis sechs Uhr. |
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