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Der Tag, an dem die D-Mark kam - Die Währungereforn von 1948
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Fakten VI Die Währungsumstellung in der Sowjetzone Die Sowjetzonen-Verwaltung verfügte am 23. Juni 1948 die Währungsumstellung. Längst war man in Ostberlin auf die Währungsreform vorbereitet, wartete aber bewußt ab, um mit dem Alibi einer erzwungenen Reaktion argumentieren zu können. Eine gemeinsame deutsche Währung war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr realisierbar, die denn sie hätte zunächst eine Lösung der deutschen Frage erfordert. Da jedoch die Vorstellungen der Supermächte über ein künftiges Deutschland erheblich voneinander abwichen, war eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik unmöglich. Es blieb - auch in Berlin - bei zwei Währungsreformen. Zwar hatten die drei Militärregierungen noch versucht, die Wogen zu glätten und Gespräche über einen Sonderweg für Berlin vorgeschlagen, doch der sowjetische Marschall Sokolowskij , Leiter der Sowjetischen Militäradministration, verurteilte die Währungsreform aufs heftigste. Sokolowski verkündete, die Währungsreform diene nur den Interessen der amerikanischen, englischen und französischen Monopolisten und beeilte sich anzumerken, Berlin sei eine Stadt in der sowjetischen Zone, in der die sowjetische Gesetzgebung ohne Unterschied der Sektoren gültig sei. In der Nacht zum 24. Juni wurde der Eisenbahnverkehr nach Berlin abgeschnürt, der Kampf um Berlin hatte begonnen. Berlin besaß Vorräte an Lebensmitteln für 36, Kohle für 45 Tage. Binnen kürzester Zeit organisierten Briten und Amerikaner die Luftbrücke nach Berlin. Bereits am 26. Juni 1949 trafen die ersten 80 Tonnen Lebensmittel für die Zivilbevölkerung in Berlin ein. |
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