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Der Tag, an dem die D-Mark kam - Die Währungereforn von 1948
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Anregungen Die Währungsreform fällt in eine Zeit, in der sich die beiden Supermächte USA und UdSSR nach Beendigung der Kriegskoalition gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mit großem Mißtrauen und starken militärischen Kräften gegenüberstanden. Den Höhepunkt dieser Phase des “Kalten Kriegs” bildete die Kubakrise im Jahre 1962. Wichtig ist es, der Klasse zu vermitteln, daß die Währungsreform nicht als losgelöstes Ereignis betrachtet werden darf, sondern in engem Zusammenhang mit der immer stärker werdenden Bipolarität der rivalisierenden Großmächte gesehen werden muß. Der Klasse sollte die Entstehung des “Kalten Krieges” hinterfragen. Zwei gegensätzliche Interpretationen, die Historiker und Publizisten jahrzehntelang beschäftigten, könnten mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert werden: These Nr. 1: · Hauptursache für den “Kalten Krieg” waren die marxistische Ideologie und die sowjetische Interpretation dieser Ideologie mit dem Anspruch auf die Weltrevolution als Ergebnis eines weltweiten Klassenkampfes sowie · die Sorge der Parteioligarchie um ihren Machterhalt. · Die Politik Stalins war also im Kern expansionistisch und darauf ausgerichtet, den kommunistischen Einflußbereich soweit als möglich auszudehnen. Stützen ließe sich diese Theorie von Milovan Djilas , damals Abgesandter Titos in Moskau, der folgendes Zitat Stalins vom April 1945 überlieferte: "Dieser Krieg ist anders als die früheren. Wer ein Gebiet erobert, zwingt ihm auch sein eigenes Gesellschaftssystem auf, soweit seine Armee kommt. Es kann nicht anders sein." Zit. nach Vogelsang, Thilo, a.a.O. S.10. These Nr. 2: · Die UdSSR trägt keine Verantwortung an der Entstehung des “Kalten Kriegs”. Sie hatte im 2. Weltkrieg hohe menschliche und materielle Verluste zu erleiden und sah sich von einer feindlich gesinnten Umwelt bedrängt, · sie wurde 1945 mit dem Atomwaffenmonopol der USA konfrontiert und hatte daher ein berechtigtes Sicherheitsinteresse, ihren Einflußbereich auszudehnen. · Eine weitere Ursache für den “Kalten Krieg” liegt in der Struktur des ökonomisch-politischen Systems der USA. Danach war die kapitalistische Gesellschaft in den Vereinigten Staaten, sofern sie Krisen vermeiden wollte, auf die unausgesetzte Erschließung neuer Absatz- und Handelsmärkte angewiesen, was zugleich eine Ausdehnung des politischen Einflußbereichs bedeutete. Dies führte zur open door policy , die einen gleichberechtigten Zugang zu allen Absatz- und Rohstoffmärkten forderte und unter diesem Deckmantel den USA weltweite Dominanz sichern sollte. Auch das scheinbar idealistische Konzept der One-World-Theorie , war Ausdruck des ökonomischen Expansionismus. Mit dieser ökonomisch motivierten Politik wollten die USA auch in Osteuropa ihren Einfluß langfristig sichern, wobei sie mit den Sicherheitsinteressen der Sowjets kollidierten. Als sich die UdSSR in den von ihr besetzten Gebieten trotz Drohungen (Atomwaffenmonopol) und Lockungen (Marshall-Plan-Hilfe auch für Osteuropa) als widerstandsfähig erwies, konzentrierte sich die Truman-Administration auf die Sicherung ihres Einflusses in der nichtkommunistischen Welt, wobei sie sich auf politischer Ebene des Mythos vom Expansionswillen der UdSSR und auf wirtschaftlicher Ebene des Marshall-Plans bediente. Zu diskutierende Fragen: · War die Währungsreform ein weiterer Baustein für das Bollwerk gegen eine expansionistische UdSSR? · War die Währungsreform nur ein Instrument der USA zur Sicherung ihrer Absatzmärkte? |
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