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Der Tag, an dem die D-Mark kam - Die Währungereforn von 1948
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Inhalt Im Vorspann zeigt der Film endlose Schlangen wartender Menschen, denen am 20. Juni 1948 das neue Geld, die D-Mark , ausbezahlt werden sollte. Bar auf die Hand erhielt an diesem Tag jeder Bewohner der drei Westzonen 40 DM als Startkapital für eine neue Zukunft. Die Geldmenge war bewußt klein gehalten worden, da man im zerstörten Nachkriegsdeutschland noch keine Vorstellung davon hatte, welche Gütermenge diesem Geldwert gegenüberstand. Der Film blendet zurück in das Jahr 1942 und zeigt Bilder aus großen Munitionsfabriken . Hitler hatte die Arbeitslosigkeit abgeschafft und für Vollbeschäftigung gesorgt. Die Rüstungsindustrie produzierte in gigantischem Ausmaß. Doch dafür brauchte Hitler mehr Geld, als er sich durch Steuern und Anleihen hätte beschaffen können. Von den 55 Milliarden Reichsmark, die er für die Rüstung ausgab, stammten daher 30 Milliarden Reichsmark über Umwege aus dem Sparvermögen der ahnungslosen Bürger. Diese wußten nicht, daß ihren Ersparnissen schon längst kein realer Gegenwert mehr gegenüberstand. Der Film führt uns nach Berlin in einen kleinen Trödelladen unter den Arkaden der S-Bahn. Hier finden sich alte Sparbücher aus der Vorkriegszeit, an denen der Umtausch der Reichsmark in die D-Mark erkennbar wird. So weist ein 1929 angelegtes Sparbuch vor dem Währungsumtausch 1884 Reichsmark auf, danach blieben noch 94 Deutsche Mark. Deutschland 1945 in der Stunde Null: Etwa ein Fünftel des Wohnraums lag in Trümmern , manche Städte waren sogar bis zu 80 Prozent zerstört. Millionen Ausgebombte und Flüchtlinge kämpften ums Überleben. Der Wohnraum wurde zugeteilt, für streng rationierte Lebensmittel gab es Marken. Zeitzeugen berichten vom blühenden Schwarzmarkt jener Zeit, von zahlreichen Tauschaktionen, bei denen Brillanten, Oberbetten oder Zigaretten den Besitzer wechselten, um gegen Eier, Speck, Kartoffeln, Milch oder Butter eingetauscht zu werden. Alte Filmstreifen aus der Zeit zeigen Züge, voll beladen mit Menschen, die auf Hamsterfahrt gehen, zeigen Menschen auf der Straße, die miteinander verhandeln, zeigen extra eingerichtete Tauschzentralen (hier sieht man Menschen beim Tausch von Schuhen ). Die Städter fuhren aufs Land und hofften, von den Bauern Lebensmittel zu bekommen. Doch selbst die konnten über ihre Produkte nicht frei verfügen, sondern mußten regelmäßig eine bestimmte Quote ihrer Produktion an den Staat abliefern. "Es gibt ein allgemeines Geldgesetz: Wenn eine Währung funktioniert, dann jagt der Mensch dem Geld nach, tut sie das jedoch nicht, dann bevorzugt er die Ware." (Kommentarton) Die Reichsmark hatte keinen Wert mehr, die deutsche Wirtschaft lag drei Jahre nach Kriegsende noch immer am Boden. Im Film wird die Frage nach der Existenz eines deutschen Staates gestellt, schließlich gab es bis 1948 keine zentrale deutsche Institution mehr. Die Besatzungsmächte herrschten über die einzelnen Zonen. Die folgenden Bilder zeigen den runden Konferenztisch im Cäcilienhof in Potsdam, an dem im Juli 1945 Truman, Churchill und Stalin über die Zukunft Deutschlands berieten. Deutschland sollte zwar in Zonen aufgeteilt bleiben, aber wirtschaftlich eine Einheit bilden. Unüberbrückbare Gegensätze in den Wirtschaftsfragen und bei der Planung einer Währungsreform beschleunigten allerdings die Spaltung. Unter amerikanischer Führung planten deutsche Finanzexperten in einer Kaserne bei Kassel die Währungsreform für die Westzonen. Als Andenken an die Väter der Reform wurde ihnen ein Museum gewidmet, aus dem der Film berichtet. Sämtliche Vorbereitungen liefen unter großer Geheimhaltung ab, die ersten offiziellen Informationen über eine "Neuordnung des Geldwesens" wurden am 18. Juni ausgegeben, am 20. Juni gab es die Auszahlung an die Bürger, das "Kopfgeld". Vorausgegangen war eine umfangreiche Planungen. Auch eine Volkszählung war nötig gewesen, um die erforderliche Geldmenge festlegen zu können. 23.000 Kisten mit neuen Geldscheinen wurden "top secret" aus den USA eingeflogen. Wir sehen alte Aufnahmen der Wochenschau, die Plakate und Anschläge in den Straßen zeigen, die Geldkisten, die Austeilung der Deutschen Mark wie die Reichsmark-Vernichtung durch eine Reißmühle. Plötzlich boten die Läden und Märkte wieder ein reichhaltiges Angebot an, aber das Geld war knapp. Wurde der Kopfbetrag von 40 DM im Verhältnis 1:1 getauscht, so wurden von den restlichen Reichsbanknoten nur 6,5 Prozent in D-Mark umgetauscht und erst ganz langsam dem Geldkreislauf zugeführt. Der Film zeigt Bilder der Auswirkungen dieser Währungsreform, die Blockade Berlins, die Luftbrücke , die Mauer , denn der politischen Teilung Deutschlands ging die wirtschaftliche Teilung voran. Nachdem die westlichen Alliierten die D-Mark eingeführt hatten, wurde auch die Reichsmark im Osten umgestellt. Zeitzeugen berichten von den zwei nebeneinander bestehenden Währungen in Berlin, von Tausch und Umtausch in den Wechselstuben, von Entlohnung und Einkauf mit unterschiedlichen Währungen. Das Vertrauen der Bevölkerung zur Westmark war größer. "Heute erinnern die Überreste der Mauer nachträglich daran, daß sich hier zwei unvereinbare Wirtschaftssysteme gegenüberstanden. Geld, so sagen die Finanzexperten, funktioniert nur, wenn es Vertrauen auslöst. Vertrauen in das jeweilige politische System, Vertrauen in seine Wirtschaftsordnung. Und die spezielle Geschichte der Deutschen ist dafür ein Beispiel." (Kommentarton) Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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