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Ländliche Feste - Brauchtum in Bayern
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Kinder mit Papierlaternen Sie haben Lichter, welche leise leben im Innern des verhüllenden Papiers. Ihr Gang ist wie ein feierliches Schweben, sie sehn das Haus nicht, nicht den Baum daneben, sie sehn das Licht nur, und das Licht ist ihrs. So ziehen sie straßauf, straßab und tragen den Schein durchs Dorf und durch den Abendwind und lächeln, wenn sie einen Bogen schlagen, und singen dann und wissen nicht zu sagen, warum sie singen und so glücklich sind. Nun schweben sie hinüber in die Heide. Ein Mond, ein dunkelroter, geht voran, dann kommen zwei ganz kleine, golden beide, dann glimmt es bunt wie zaubrisches Geschmeide und dann hellblau und wieder golden dann. Und über ihnen steht in der geringen und grauen Dämmerung der Große Bär. Sie gehn am Armenhaus vorbei und schlingen sich sacht zurück und gehn und gehn und singen und möchten, daß es nie zu Ende wär. Martin Hausmann |
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