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Ländliche Feste - Brauchtum in Bayern
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Fakten zum Thema 7 St. Leonhard, 6. November Nach der Legende lebte der Heilige im 6. Jahrhundert als Edelmann am Merowingerhof. Täglich besuchte er die Gefangenen und setzte sich für ihre Freilassung beim König ein. Er war zuletzt Abt des von ihm gegründeten Klosters Noblac bei Limoges, wo er auch starb. Leonhard galt ursprünglich nur als Schutzpatron derer, "die in Ketten liegen", also der Gefangenen - und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete. Zur Zeit der Gegenreformation etwa vollzog sich ein Wechsel des Patronats; die Ketten, mit denen der Heilige abgebildet wurde, mögen als Viehketten gedeutet worden sein. So wurde Sankt Leonhard der Schutzpatron der Haustiere, besonders der Pferde. Im 19. Jahrhundert erreichte die Verehrung des Heiligen ihren Höhepunkt; man nannte ihn den "bayerischen Herrgott" oder den "Bauernherrgott". Zahlreiche Orte feiern ihn mit Leonhardifahrten und Leonhardiritten, die zum Gottesdienst unter freiem Himmel vor einer dem Heiligen geweihten Kirche führen. Manche Leonhardikap |