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Ländliche Feste - Brauchtum in Bayern


Fakten zum Thema 6

Allerheiligen, 1. November

Zum Gedenken an alle Heiligen und Märtyrer führte Papst Bonifaz IV. im Jahr 609 dieses Fest ein, das zunächst am Freitag nach Ostern gefeiert wurde. Erst 835 wurde es auf den 1. November verlegt. Zusammen mit dem Allerseelentag am 2. November gilt Allerheiligen vor allem dem Gedenken der Verstorbenen. Die Gemeinde versammelt sich auf dem Friedhof , und in feierlicher Prozession, dem "Gräberumgang" , schreitet der Priester mit den Ministranten durch die Reihen der festlich geschmückten Gräber und erteilt den Segen.

Im Bayerischen Wald und in Ruhpolding zum Beispiel ist es noch üblich, für Angehörige, die einen plötzlichen Tod fanden, Totenbretter als "Gedenkladen" dort an Bäume zu nageln, wo der Betrauerte zu Lebzeiten oft vorbeigegangen ist. Sie sollen die Menschen mahnen, für den Verstorbenen zu beten.



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