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Ländliche Feste - Brauchtum in Bayern


Fakten zum Thema 2

Lichtmeß, 2. Februar

Das Fest wird vierzig Tage nach Weihnachten gefeiert. Sein Ursprung liegt in einer heidnischen Sühneprozession, die alle fünf Jahre in Rom abgehalten wurde.

"Mariä Lichtmeß" oder "Mariä Reinigung" waren die alten Namen dieses Festes, bis 1969 die Bezeichnung "Fest der Darstellung des Herrn im Tempel" eingeführt wurde.

An Lichtmeß wurde nicht nur der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht auch die Bäuerinnen brachten sie in Körben zur Weihe : einfache Kerzen für den häuslichen Gebrauch kunstvolle Wachsstöcke, die in der dunklen Zeit das Gebetbuch beleuchteten, oder schwarze Wetterkerzen , die man anzündete, sobald ein Unwetter drohte. Nur an wenigen Orten wird das früher bedeutende Fest noch mit einer Lichterprozession gefeiert.

Lichtmeß war bis 1912 ein offizieller Feiertag und ein wichtiger Termin: der "Schlenkeltag". Nach Johann Andreas Schmellers Bayerischem Wörterbuch ist " schlenkeln "der Ausdruck für das Ausscheiden der Dienstboten aus dem Dienst. Die "Schlenkelweil" ist dementsprechend die Zeit zwischen dem Austritt aus einem Arbeitsverhältnis und dem Abschluß eines neuen, normalerweise zwei Tage vor bis zwei Tage nach Lichtmeß. Diese Frist wurde aber häufig besonders auf dem Land, ausgedehnt. Sie sollte dem Dienstboten ermöglichen,"etwa sein Gewand zu bessern oder sonsten anders zu seiner Notdurft zu verrichten".


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