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Maria Sibyllas Hauptwerk "
Metamorphosis insectorum Surinamensium
"
Ohne sich viel Ruhe zu gönnen, begann
Maria Sibylla Merian
mit der Auswertung ihrer Sammlung und den vielen Zeichnungen und Aquarellen. Sie dienten als Vorlagen, nach denen sie die Kupferplatten für ein großformatiges Prachtwerk über die Fauna und Flora Surinams stechen wollte. Da die Arbeiten für sie allein zu umfangreich waren, beauftragte sie die Amsterdamer Kupferstecher Jos. Mulder, Jan Pieter Sluyter und D. Stopendaal ihr zu helfen. Sobald ein Kupferstich gedruckt war, begann sie, ihn auszumalen. Nach drei Jahren unermüdlicher Arbeit konnte sie ihr Hauptwerk "
Metamorphosis insectorum Surinamensium
" 1705 in Amsterdam veröffentlichen. Dieses Buch wurde zu ihrem berühmtesten Werk, es enthält viele Abbildungen von tropischen Pflanzen und Tieren, vornehmlich von
Faltern
, aber auch Schlangen, Spinnen, Leguane und Käfer wurden von ihr dokumentiert. Viele der Tiere waren zu jener Zeit in Europa noch völlig unbekannt. Zu dieser Ausgabe hat sie ein Vorwort geschrieben, welches ihr Engagement und ihre großen Anstrengungen bis zur Fertigstellung des Werks verdeutlicht.
1717 starb Maria Sibylla Merian im Alter von 70 Jahren in Amsterdam. Sie war die erste Naturwissenschaftlerin, die erkannte, dass Insekten Entwicklungsstufen durchlaufen, während viele ihrer Zeitgenossen noch glaubten, dass Mücken und Raupen aus Schlamm gezeugte "Teufelsbrut" sei. Durch ihre einzigartigen, reich bebilderten Veröffentlichungen erwarb sie sich auch einen großen Namen als Forscherin und Künstlerin und gilt heute als die beste Blumen- und Insektenzeichnerin ihrer Zeit. Ihre Werke werden heute weltweit von Liebhabern gesammelt.
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