|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Surfin' England-Die englische Musikszene der 60er Jahre - 2. Swingin' London-Die wilden 60er
|
|||
|
Inhalt Auch wenn die Revolution der Popmusik von Liverpool ausging, so wurde doch schon in den 60er Jahren London das Zentrum. Die Beatles zogen nach London, um in den Studios an der Abbey Road ihre berühmtesten Aufnahmen zu machen. Die Rolling Stones stiegen hier von einer Studentenband zur Rocklegende auf. Eine ganze Reihe von berühmten Gruppen kam ursprünglich aus anderen Gegenden Englands, aber erst in London bekamen ihre Karrieren überregionale Bedeutung. Das lag vor allen Dingen daran, dass die meisten Plattenfirmen und die einflussreichsten Manager in London saßen. Außerdem verfügte die Musikszene hier über eine Reihe von Clubs, die den Trend bestimmten. Die Musikszene war nur ein Teil des Lebensgefühls einer neuen Generation, das sich auch in Auftreten, Kleidung, Frisur und einem neuen Verständnis von Sexualität ausdrückte. Sie war auch greller, schneller und rabiater als die Provinzszene in Liverpool. Diese Atmosphäre versucht die Sendung einzufangen. Durch die Sendung führt Carlo Little , der in den 60er Jahren als Schlagzeuger bei der Rock ’n‘ Roll-Band Screaming Lord Sutch & The Savages seine Profikarriere begann. Dieser Truppe gelang zwar nie der große Durchbruch, aber mit ihrer Bühnenshow beeinflusste sie die Stones , The Who, Deep Purple u.a. Außerdem mischten die Mitglieder dieser Band bei vielen anderen Gruppen mit. Carlo Little kennt also all die Orte, wo die großen Karrieren begannen und er kennt auch fast alle, die hier Karriere gemacht haben. Mit seinem Wissen und seinen Erinnerungen kommentiert er die Schauplätze, zu denen er uns führt: die “ 2 i‘s Coffee Bar ”, in der in den Fünfzigern und frühen Sechzigern alle Rock’n‘ Roll-Bands gespielt haben; den “ Piccadilly Jazz Club ”, in dem er zum ersten Mal die Stones getroffen hat, während er in der Blues-Band Cyril Davies Rythm & Blues All Stars spielte; den “Ealing Jazz Club”, in dem er bei den Stones , als sie noch eine Amateur-Band waren, das Schlagzeug spielte; den “Marquee Club” im Vergnügungsviertel Soho, die bekannteste Adresse für Rythm & Blues und Beat; und den “ Crawdaddy Club ”, von dem aus die Stones die Welt eroberten, so Carlo Little. 1963 spielten sie hier vier Monate jeden Sonntagabend, bis sie wegen des großen Ansturms an Fans in größere Läden umziehen mussten. Er zeigt die erste Wohnung der Stones und führt in die Carneby Street, damaliges und heutiges Modezentrum. Dazu wird altes Bild- Ton- und Filmmaterial eingeblendet: z.B. Fotos von den Clubs, den Bands und von begeisterten Fans , Plattencover, alte Eintrittskarten zu den Abendveranstaltungen der Clubs und seltene Originalaufnahmen, beispielsweise der Rolling Stones mit “ Satisfaction (Video offline, Hilfe zum Real-Player) ”, der Pretty Things mit “ Roadrunner (Video offline, Hilfe zum Real-Player) ” oder The Who mit “ My Generation (Video offline, Hilfe zum Real-Player) ”. Außerdem wurden Dick Taylor , der kurze Zeit bei den Rolling Stones den Bass gespielt hatte, später die Pretty Things mit begründete und heute noch bei ihnen die Gitarre spielt, Phil May (Sänger) von den den Pretty Things, Neil Christian, Nick Simper , ehemaliger Bassist von Deep Purple, und Mac Pole (Schlagzeug) von den Warhorse befragt. Sie erzählen von besonderen Erlebnissen, von der “abgefahrenen” Mode, der Begeisterung bei Musikern und Fans, über Begleiterscheinungen des Starkultes: Plattenverträge, Tourneen durch Amerika, den alltäglichen Umgang mit den Medien und Enttäuschungen. Es wird deutlich, wieviel mehr die Live-Auftritte bedeuteten als nur Musik: Comedy, Show, Zirkus, Rock ‘n‘ Roll, Freiheit, Drogen, Fun und Leben! Jeder Jugendliche sollte daran teilhaben. Musik bestimmte das ganze Leben. Und die Manager und die Plattenfirmen machten das meiste Geld. In Ergänzung zu “Ferry Across The Mersey” geht es in dieser Sendung auch um die Jahre nach 1965, um die Weiterentwicklung der Beat-Musik. Jimi Hendrix beispielsweise hat durch den Einsatz seiner Sologitarre und seiner Stimme die Musik vom Beat gelöst (Originalaufnahme von Jimi Hendrix Experience mit “ Hey Joe (Video offline, Hilfe zum Real-Player) ” 1965 im “Marquee Club”). Der Auftritt von Deep Purple in der Royal Albert Hall mit “Concerto for Group & Orchestra” im Jahr 1969 dokumentiert den endgültigen Durchbruch der Rockmusik in allen Gesellschaftsschichten. Am Ende der Sendung werden noch einmal die Pretty Things (Old Man Going) gezeigt, die mit ihren alten Instrumenten dem ursprünglichen Sound treu geblieben sind und sich den immer mächtiger werdenden technischen Neuerungen der Musikszene widersetzten. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
| © BR '2007 | ![]() |