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Das Mädchen aus dem Steinbruch - Ein Schicksal aus Indien
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Inhalt Herbst 1998. Der Filmemacher Martin Buchholz besucht Kailasapuram, ein Dorf im Süden Indiens. Männer, vor allem aber Frauen und Kinder, schuften in sengender Hitze als Tagelöhner im Steinbruch. Sie zerkleinern Steine, die als Zuschlagsstoff für die Bauwirtschaft, als Schüttmaterial im Erdbau oder als Gleisschotter im Bahnbau gebraucht werden. Der Lohn für die Plackerei ist karg, selbst für indische Verhältnisse. Der Durchschnittslohn beträgt ungerechnet weniger als einen Euro pro Tag. Wer krank wird, nicht mehr kann oder einen Arbeitsunfall erleidet, hat Pech gehabt. Für Tagelöhner gibt es keinen Kranken- und Kündigungsschutz, kein Urlaubsgeld, keine Rente. Das Einkommen der Väter reicht nicht aus, um alleine eine Familie zu ernähren. Daher müssen Frauen und Kinder im Steinbruch hinzuverdienen. Viele Jungen und Mädchen gehen deshalb nicht oder nur unregelmäßig zur Schule, die Ausbildung bleibt auf der Strecke oder wird frühzeitig abgebrochen. Mahalakshmi ist eine der vielen minderjährigen Steineklopfer in Kailasapuram. 1998 ist sie 12 Jahre alt, lebt mit fünf Geschwistern und ihren Eltern in einer Hütte direkt über dem Steinbruch. Sieben Menschen drängen sich auf insgesamt zehn Quadratmeter Wohnraum , fließendes Wasser oder Strom gibt es nicht. Aber Mahalakshmi hat Glück. Unterstützt durch dieKindernothilfe und die Südindische Kirche kann sie eine weiterführende Schule besuchen. Herbst 2008: Martin Buchholz kehrt nach Kailasapuram zurück. Er will herausfinden, was aus Mahalakshmi und ihrer Familie geworden ist. Und Mahalakshmi hat es tatsächlich geschafft. Sie arbeitet als festangestellte Schneiderin in einer Textilfabrik. Sie verdient so viel, dass sie ihre Familie unterstützen kann. Ihre Eltern und Geschwister leben zwar noch immer im selben Dorf, konnten aber eine größere Wohnung mit Stromanschluss beziehen. Mahalakshmis Erfolg macht sie zum Vorbild für viele junge Frauen in ihrer Region, die nun ebenfalls eine Schneiderlehre machen, um dem Teufelskreis von mangelnder Bildung, Armut und Resignation zu entrinnen. In Rückblenden und aktuellen Aufnahmen schildert die Reportage den Weg einer jungen indischen Frau vom Steinbruch in ein selbstbestimmtes besseres Leben. Der Film zeichnet ein eindringliches Bild der Kinderarbeit in Indien und zeigt, was gezielte Entwicklungshilfe bewirken kann. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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