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Bürgerrechte in der DDR - 1. Kampf um Meinungsfreiheit
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Inhalt “Mein Freund, der Feind ist tot,” singt (Audio offline, Hilfe zum Real-Player) der Liedermacher Stefan Krawczyk zu Beginn der ersten Folge und meint damit die DDR. Seine Frau, die Regisseurin und Schriftstellerin Freya Klier , stellt Brandenburger Schülerinnen und Schülern ihr Buch “Abreißkalender” vor, ihr DDR-Tagebuch, ein Dokument ihrer Repression, wie sie es nennt. Ralf Hirsch war in den 1980er Jahren Gründungsmitglied und Sprecher der “Initiative für Frieden und Menschenrechte”. Nach der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration im Januar 1988 wurde er verhaftet und aus der DDR ausgewiesen. Diese drei “Bürgerrechtler” – ein Terminus, den viele aus dieser sehr heterogenen Gruppe ablehnen – führen durch die Sendung. Ralf Hirsch erzählt von seinem Flugblatt gegen den Kriegsdienst. Daraufhin wiesen ihn die Strafverfolgungsbehörden der DDR im Alter von 15 Jahren in einen Jugendwerkhof, eine Art geschlossenes Heim für Jugendliche ein. Obwohl die Verfassung der DDR die freie Meinungsäußerung formal garantierte, wurden die Bürgerinnen und Bürger auf abweichende Meinungen hin von der allgegenwärtigen Stasi überwacht. Freya Klier, die zunächst vom Staat gefördert und vom staatlich gelenkten Fernsehen hoch gepriesen wurde, berichtet über ihre wachsende innere Distanz zum Staat, die in ihren Theaterstücken und Inszenierungen dann auch zum Ausdruck kam (auf dem Bild ist sie mit einem “Maulkorb” zu sehen). Schließlich wurde in jedes dritte Stück eingegriffen, ein Berufsverbot folgte. Die Bürgerrechtler wollten soweit als möglich Öffentlichkeit herstellen. Denn das war es, was die staatlichen Instanzen fürchteten: als repressive Machtorgane dargestellt, entlarvt zu werden. Ein Bündnispartner in diesem Kampf war der Sender Freies Berlin (SFB) . Wegen der Anwesenheit von Westjournalisten wurde z.B. Ralf Hirsch nicht sofort festgenommen, als er für die Initiative “Frieden und Menschenrechte” Flugblätter am Alexanderplatz verteilte. Unterstützung erhielten die Oppositionellen, die meistens den Sozialismus verbessern wollten, von der Kirche, dabei hauptsächlich von der evangelischen. Pfarrer Eppelmann , der die Berliner Samaritergemeinde leitete, berichtet von seiner Grundüberlegung, bevor er die Kirche den Bürgerrechtlern öffnete: “Was würde Jesus tun?” habe er sich gefragt. Die Antwort führte zu vielfältigen politischen Veranstaltungen in seiner Kirche, möglich, weil sie dort ohne Voranmeldung stattfinden konnten (das Bild zeigt Stefan Krawczyk bei einem Konzert). An sogenannten Bluesmessen nahmen jeweils sechs- bis siebentausend Menschen teil. Daneben spielten die Umweltbibliotheken , ebenfalls unter dem Schutz der Kirche, eine wichtige Rolle. Der Film endet mit der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 17. Januar 1988, die zu Ehren der im Januar 1919 ermordeten KPD-Gründer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht stattfand. Das war natürlich eine offizielle Weihe-Veranstaltung für die DDR-Kommunisten (das Bild zeigt den Aufmarsch der SED-Prominenz). Die Bürgerrechtler funktionierten das Ganze jedoch in ihrem Sinne und in dem von Rosa Luxemburg um. Ihr berühmter Satz “Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden” war die Losung. Ralf Hirsch und Freya Klier kamen bei dieser Gelegenheit wegen “Landesverrats” ins Gefängnis. Wählen konnten sie zwischen zwölf Jahren Haft oder der Abschiebung. Im Filmdokument spürt man heute noch, wie schwer ihnen die Wahl für die Abschiebung gefallen ist. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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