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DDR und Bürgerrechte - 3. Pressefreiheit
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Inhalt Die Medien in der DDR hatten eine eindeutige Funktion: "Unsere Presse - die schärfste Waffe der Partei". So lautete der auf Lenin zurückgehende Leitsatz der SED-Führung. Die Medien waren nicht frei, sie hatten im Sinne des Sozialismus zu wirken. Die dritte Folge der Reihe “DDR und Bürgerrechte”, zeigt die Instrumentalisierung von Presse, Hörfunk und Fernsehen für Propaganda- und Agitationszwecke. Sie stellt die Strukturen dar, die Mechanismen und die Wirkung der Medien in der DDR. Journalisten aus Ost und West erzählen von ihren Erfahrungen mit dem Mediensystem der DDR. Bürgerrechtler, die sich unter Gefahr durch Untergrundzeitungen ihre Pressefreiheit nahmen, kommen als Zeitzeugen ebenso zu Wort wie einfache Bürger. Der Film veranschaulicht, wie der SED-Staat mit Hilfe der Medien versuchte, unbequeme Ereignisse und zeitgeschichtliche Strömungen auszublenden oder umzudeuten - mit dem Ziel der Machterhaltung und der Manipulation des Bürgers. Ein besonders krasses Beispiel ist dabei die DDR-Wochenschau zum 17. Juni 1953, als sowjetische Panzer den Volksaufstand niederwalzten: “In diesen Tagen kamen sich deutsche und sowjetische Menschen besonders nahe.” Wohl war! Als Ost-Journalisten kommen Günter Schabowski (ehemals Chefredakteur “Neues Deutschland” ), Eberhard Fensch, Wolfgang Spickermann, Horst Pehnert und Roland Jahn zu Wort: Eberhard Fensch: “ Man macht nichts, was der Partei schadet”. Wolfgang Spickermann : “Die Meldungen auf weißem Papier kamen direkt aus dem Zentralkomitee und mussten 1:1 übernommen werden”. Horst Pehnert: “Das Thema Drama Grenze war tabu”. Roland Jahn: “Die DDR hat abends im Westen gelebt”. Günter Schabowski: “Die Masse muss auf den richtigen Weg gebracht werden”. Das Mediensystem hatte eine klare Kommandostruktur. Alle Hoffnungen, die Honecker mit seinem Amtsantritt 1971 ausgelöst hatte, mit seinem Satz “Die Wirklichkeit sehen wie sie ist”, erfüllten sich nicht - im Gegenteil, das System wurde immer rigider. Besonders im Fernsehen dominierten Personenkult und monotone Berichterstattung. Der Korrespondent der ARD, Claus Richter , vergleicht schließlich die Arbeitsbedingungen in der DDR mit denen in Polen und kommt zu dem Schluss, dass sie dort unter Kriegsrecht noch besser gewesen seien als in der DDR. Als die Bürger der DDR im Herbst 1989 schließlich gegen das Regime aufbegehrten und es zu Massendemonstrationen kam, stand die Pressefreiheit im Zentrum ihrer Forderungen. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
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