|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Chemiefabrik Pflanze - 2. Eiweiß, Fette, Fasern
|
|||
|
Inhalt Ausgehend von der Sojabohnenernte in Bayern zeigt die Sendung anhand von Realaufnahmen und Trickgraphiken auf, welche für den Menschen wichtigen Stoffe die Pflanzen erzeugen. Neben den Proteinen (Eiweißstoffen) werden auch die Fette und die Faserstoffe (z. B. die Baumwolle) angesprochen. Der Beitrag gliedert sich in fünf Sequenzen: Sojabohnen Die ursprünglich aus Asien stammende Sojabohne wird inzwischen auch in Bayern angepflanzt. Da sie viele Proteine enthält, ist sie von großer Bedeutung für die Ernährung von Pflanzen und Tieren. Unter anderem stellt man aus den Sojabohnen Tofu her. Diesen kann man wie Käse essen oder aber auch zu vielen anderen schmackhaften Lebensmitteln weiterverarbeiten. So verwendet man unter anderem Sojamehl als Fleischersatz oder Sojamilch als Ersatz für Kuhmilch. Von Bedeutung ist dies vor allem für Menschen, die tierisches Eiweiß nicht vertragen. So kommt das Eiweiß in die Bohnen Wie bei allen anderen von einer Pflanze produzierten Stoffen, steht auch bei der Eiweißherstellung am Anfang die Fotosynthese video1 . Bei diesem in den grünen Blättern ablaufenden, chemischen Prozess stellt die Pflanze - mit Hilfe des Sonnenlichts - aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und dem Wasser des Bodens zunächst Glucose her. Diese wird vor allem aus osmotischen Gründen dann anschließend größtenteils in speicherfähige Stärke umgewandelt. Einen Teil dieser Stärke wiederum dient der Pflanze dann als Bau- und Betriebsstoff zur Herstellung von pflanzlichem Eiweiß. Gespeichert wird das Eiweiß unter anderem in den Samen . Dort dient es den jungen Pflanzen als Nährstoff beim Keimen und beim ersten Wachsen. Neben den Bohnen sind auch Erbsen und Linsen wichtige Eiweiß liefernde Pflanzen. Fette Sonnenblumenkerne enthalten einen hohen Anteil an festen und flüssigen Fetten. Daher sind sie nicht nur ein begehrtes Vogelfutter im Winter, sondern sie liefern dem Menschen auch das Sonnenblumenöl . Dieses verwendet man vorwiegend zur Herstellung von Margarine oder auch als Speiseöl. Ein Teil des Bedarfes an Speiseöl liefern allerdings auch die in wärmeren Ländern gewonnenen Oliven . Neben den auf riesigen Feldern angebauten Sonnenblumen ist bei den Landwirten heute auch der Raps sehr beliebt. Die reifen Früchte dieser zur Familie der Kreuzblütler zählenden Pflanze sind kleine Schoten , die ölhaltige Samen enthalten. Aus ihnen presst man in den Ölmühlen die begehrten Fette. Dies sind Gemenge aus chemischen Molekülen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Struktur eine mehr oder weniger feste Konsistenz aufweisen. Wie bei der Eiweißsynthese in den Pflanzen steht auch bei der Bildung von Fetten (Video online, Video offline, Hilfe zum Real-Player) am Anfang wieder die Fotosynthese. Die dabei entstehende Stärke baut die Pflanze unter anderem zu Fettsäuren um, die ein wesentlicher Bestandteil der Fette sind. Biodiesel Beim Auspressen der Rapssamen fällt der so genannte Presskuchen an, den man als Rapsschrot zu Viehfutter weiter verarbeitet. Das bei diesem Vorgang ebenfalls gewonnene reine Rapsöl kann – ähnlich dem Sonnenblumenöl - als Speiseöl verwendet werden. Aber auch als Grundstoff für Schmieröle und in der Seifensiederei wird es gerne eingesetzt. Der wirtschaftlich bedeutendere Anteil dieses Öls dient jedoch der Herstellung von Biodiesel . Dabei wandelt man das Rapsöl durch einen chemischen Trick zu Biodiesel um. Dieser aus einem nachwachsenden heimischen Rohstoff erzeugte Treibstoff ersetzt in Nutzfahrzeugen – etwa in Bussen oder in landwirtschaftlichen Maschinen – das kostbarere Erdöl. Faserstoffe Eine alte Kulturpflanze ist nach dem Siegeszug von Baumwolle und Kunstfaser bei uns beinahe in Vergessenheit geraten: der Flachs oder Lein. Nur noch selten findet man in unserer Kulturlandschaft die blau blühenden Felder mit den Flachspflanzen. Doch um 1500 erstreckte sich über das Allgäu das größte Flachsanbaugebiet in Europa. Und so war damals eine Fahrt ins Allgäu fast immer auch eine Fahrt ins Blaue. Heute kann man den Anbau und die Verarbeitung dieser alten Kulturpflanze hierzulande fast nur noch in einem Freilandmuseum beobachten. Die reifen Pflanzen werden dort zunächst aus dem Boden gerauft und in der Sonne getrocknet. Dann schlägt man die Leinsamen ab, riffelt sie und presst sie in einer Ölmühle aus. Aus den Pflanzenresten gewinnt man Fasern (Video online, Video offline, Hilfe zum Real-Player) , die zu Fäden oder Garnen weiter verarbeitet werden. Sie setzt man in der Textilindustrie – etwa zum Weben von Leinen – oder im industriellen Bereich – beispielsweise als Dämmstoffe – ein. Neben dem Flachs und dem Hanf spielt auch noch die exotische Agave als Faserpflanze eine bedeutende Rolle. Das aus ihr gewonnene Sisal dient zur Herstellung von Seilen, Tauen oder Netzen. Gesamte Folge als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/folge.htm/...)! Gemeinsame Bilder als ZIP-Datei. Mit -d entpacken (/img/...)! |
| © BR '2010 | ![]() |