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Ein Jahr auf dem Bauernhof - 4. Herbst und Winter


Inhalt

Die Tage werden kürzer, manchmal gibt es dichten Nebel – ein deutliches Zeichen für den herannahenden Herbst. Die letzten warmen Tage nutzt Biobauer Tölkes, um seinen Mais zu ernten. Der Maishäcksler schneidet die ganze Pflanze ab und zerkleinert sie komplett. Die gehäckselte Mischung aus Stängeln, Blättern und Körnern wird nun auf das Gras geworfen, das im Sommer gemäht worden ist. Dem Haufen wird auch noch Biertreber beigefügt. Damit aber Silage , die konservierte Winterfuttermischung, entstehen kann, muss das Ganze unter einer riesigen Plastikplane gären.
Bauer Tölkes besitzt viele alte Obstbäume. Die Äpfel kann man zwar nicht verkaufen, sie werden aber, nachdem man sie gewaschen und ausgeschnitten hat, in einer Apfelmostmaschine zu Apfelsaft gepresst . Auch die Kartoffelernte steht jetzt an. Der Kartoffelroder schneidet ein Stück Acker heraus und trennt Erde, Steine und Unkraut von den Knollen , die anschließend auf den Hänger verladen werden. Auf dem Hof werden sie später nach Größe sortiert . Kleine Exemplare hebt der Bauer als Saatkartoffeln für das nächste Jahr auf, die großen Knollen werden abgefüllt und kommen in den Verkaufsraum.
Zwischendurch erklärt der Wetterexperte den Unterschied zwischen einer Hoch- und Tiefdruckwetterlage. Die Luft hat ein Gewicht und übt damit einen Druck auf. „Hochdruck“ bedeutet also schwere Luft. Wenn „Tiefdruck“ herrscht, ist die Luft leicht und kann nach oben steigen. Der Luftdruck kann mit einem Barometer genau gemessen werden.
Im November ist die Zeit, in der die Rinder von der Sommerweide zurück in den Stall kommen. Der Viehtrieb erweist sich als recht kompliziert und anstrengend, denn die Kühe sind sehr eigenwillig.
Dann können wir miterleben, wie mitten in der Nacht ein Kälbchen geboren wird. Nachdem die Mutter ihr Neugeborenes trocken geleckt hat, steht es schon bald auf allen Vieren. Um es vor Krankheiten zu schützen, muss das Kälbchen die ersten zwei Wochen in einer abgeschlossenen Box verbringen. Erst dann darf es zu den anderen Jungtieren. Der Bauer füttert seine Kälber mit einer angewärmten und leicht gesäuerten Milch, die für den Magen der Tiere bekömmlicher ist.
Das Jahr geht zu Ende und Wilfried Tölkes bringt noch seinen Wald in Ordnung. Zusammen mit dem Förster hat er geeignete Bäume ausgesucht, die er nun mit der Motorsäge fällt und zu Brennholz zerkleinert. Nachdem das Weihnachtsfest vor der Tür steht, vergisst er auch nicht, gleich einen Weihnachtsbaum für seine Familie mitzubringen.




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