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One Hit Wonder Mel Brooks: "To Be Or Not To Be"

Von Ulli Wenger
Stand: 29.12.2003

To Be Or Not To Be

Der Filmregisseur Mel Brooks (*28.6.1926 als Melvin Kaminsky in New York) nimmt mit 16 den Mädchennamen seiner Mutter an, um nicht mit dem Trompeter Max Kaminsky verwechselt zu werden. Sein erstes Geld verdient er sich als Trommler in einem Hotelorchester. 1944 muss er zum Militär und erlebt das Kriegsende in Deutschland.

1947 wird er aus der Army entlassen und arbeitet jahrelang als Gag-Schreiber fürs Fernsehen. 1965 entwickelt Brooks die lustige TV-Spionageserie "Mini Max". Daraufhin darf er in Hollywood seine ersten Filme drehen. In Europa wird er 1974 durch "Frankenstein Junior" (mit Marty Feldman und Gene Wilder) bekannt.

1983 tritt er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Anne Bancroft (weltbekannt als Mrs. Robinson in "Die Reifeprüfung", 1967) in einem Remake der Ernst Lubitsch-Komödie "Sein oder Nicht-sein" (1942) auf. Brooks ist ein affektierter Hamlet-Darsteller, der in einer Nebenrolle Adolf Hitler mimt und auch den Titelsong des Films singt. Dieser ungewöhnliche Mix aus deutscher National-Hymne und amerikanischem Rap wird ein europaweiter Disco-Hit.

Es war sein einziger Erfolg als Sänger, danach sitzt Brooks wieder im Regiestuhl. 1987 dreht er die Science Fiction-Parodie "Space-balls", 1993 das Historienspektakel "Robin Hood - Helden in Strumpfhosen". Sein erster Film "The Producers" (1967, deutscher Titel: "Frühling für Hitler") ist seit 2001 ein Riesenerfolg als Musical am New Yorker Broadway.

Chart-Info:

Deutschland: Platz 11 (im Mai 1984)
Großbritannien: Platz 12 (im März 1984)
USA:  

Erschienen auf Ulli Wengers One Hit Wonder Vol. 5.

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