09.02.2010
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Es gibt es zwei Dinge, die Tina Turner als besonders wichtig für ihre Karriere ansieht. Zum einen ihre erste Europatournee mit den Rolling Stones, nachdem ihr Song "River Deep Mountain High" 1966 die UK-Charts gestürmt hatte. Zum anderen ihr Album "Private Dancer", das fast 20 Jahre später Befreiungsschlag von ihrer Vergangenheit und Comeback in einem war.
Von Frizz Lauterbach
Vorausgegangen war das brutale Ehedrama zwischen Tina und ihrem Partner Ike, von dem sie systematisch misshandelt, betrogen und ausgebeutet wurde. Er entpuppte sich als brutaler Tyrann, der sein Zugpferd erbarmungslos auf die Bühne prügelte. Bis zum absoluten Tiefpunkt in Tinas Leben: 1968 wird sie ins Krankenhaus von Los Angeles eingeliefert. Aber in dieser Nacht sind es keine Blutergüsse, die von den Schlägen ihres Mannes stammen - diesmal hatte Tina versucht, sich das Leben zu nehmen.
Erst acht Jahre später macht sie dieser "Leibeigenschaft", wie sie es danach selbst nennt, ein Ende. Nach einem Auftritt mit Ike in Dallas flieht Tina aus der gemeinsamen Hotelsuite: mit geschwollenem Gesicht, blutverschmiertem Kleid und ganzen 36 Cent Bargeld in der Tasche. Doch Tina sagt über ihre unglaubliche Lebensgeschichte: "Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, wenn ich nicht alle diese schlimmen Dinge durchgemacht hätte. Ich habe gelernt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mir geht es wunderbar ..."