11.03.2010
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Von Daniel Ronel
Stand: 12.10.2009
Weil ein machthungriger Großindustrieller (Bill Nighy) mit finsteren Plänen und manipulierten Küchengeräten die Herrschaft an sich reißen will, tritt ein streng geheimes Spionage-Projekt der Regierung auf den Plan: G-Force, eine aus sprechenden Kleintieren bestehende Kampfeinheit. Doch als wäre ihr Undercover-Einsatz nicht schon gefährlich genug, bekommen es die Nager und Insekten noch mit drei grimmigen FBI-Agenten zu tun, die den Auftrag haben, die Meerschweinchen-Gruppe unverzüglich aufzulösen ...
Meerschweinchenstark? Nur teilweise.
Jerry Bruckheimer ist der Mann, der mitmischt. Mit krachender Action ("Con Air", "Bad Boys"), stylishen TV-Krimis ("CSI") - und auf Piraten steht er sowieso ("Fluch der Karibik"). Dem Hollywood-Erfolgsproduzenten scheint besonders zu gefallen, was sich fortsetzen und damit gut melken lässt. Wie die Schatzsuche "Das Vermächtnis der Tempelritter". Oder jetzt "G-Force", Bruckheimers erstes 3D-Werk, ein Mix aus Computeranimation und Realfilm.
Ring frei für eine Handvoll Meerschweinchen-Agenten, die zu viel James Bond geschaut haben und offenbar gut befreundet sind mit den Zerknüll- und Verformexperten aus dem Hause "Transformers". Oder wie sonst sind die kämpfenden Kaffeemaschinen und scharf schießenden Mikrowellen zu erklären, die es hier zu sehen gibt?
Eine Angelegenheit also ohne viel Sinn und Verstand. Aber weil man im Film ja schon Kühe singen und Schweine sprechen sah, überrascht einen dieses Kleintier-Team nun auch nicht mehr sonderlich.
Aus vielen Tricks, Drehbuch-Versatzstücken und der standesgemäßen Groß-Explosion am Ende wurde massentaugliche Unterhaltung zusammengeschraubt. Die ist zwar so spannend wie ein verlassener Maulwurfshügel, 8- bis 12-Jährige, die sich gerne 3D-Brillen aufsetzen, dürften dennoch ihre Freude haben.
Produzent Bruckheimer macht keine Filme für Kritiker, er macht kommerziell ertragreiche Hamsterrad-Produktionen. Insofern leuchtet dieser Nager-Nahkampf ein.
Fazit: Kindisch, tierisch, leicht bekloppt. Die Abenteuerkomödie "G-Force" ist effektvolles, aber humorarmes Actionkino für die nachwachsende Generation. Gut zum sich Berieseln lassen und dann schnell vergessen.