19.03.2010
Direkt zu ...
Eine Busreise von München nach Kiew und zurück: Ukrainerinnen und Ukrainer, die Westeuropa besuchen, die zeitweilig in Deutschland arbeiten oder auch hier leben, berichten, mit welchen Vorstellungen sie aus ihrem Land aufbrechen und welche Eindrücke und Erfahrungen sie in ihre Heimat zurückbringen.
Stand: 18.11.2009
Während der "Orangenen Revolution" wurden in der Ukraine Hoffnungen genährt, das Land könne rasch Mitglied der EU werden. Europa schaute voller Ver- und Bewunderung auf die demokratische Bewegung im ehemaligen Ostblockstaat. Die Schengengrenze, mit der sich EU nach außen abschottet, wanderte von der Oder an den Bug und das flächenmäßig größte Land Europas scheint für weitere Jahrzehnte ab- und ausgegrenzt.
Was bedeutet das für die Menschen in der Ukraine, die jedes Mal um ein Visum kämpfen müssen, wenn sie in ein EU-Land fahren wollen? Die auf den Konsulaten kritisch unter die Lupe genommen werden, seitdem im deutschen Wahlkampf herausgekommen war, dass bei der Visumserteilung nicht immer alles mit rechten Dingen zugegangen war? Fühlen sie sich ausgegrenzt, ausgesperrt?
Fünf Jahre nach der "Orangenen Revolution" sind die Hoffnungen zerstoben. Das Land stagniert. Aber im Januar ist erneut Präsidentschaftswahl.
Erich Reißig begleitet Menschen auf einer Busreise von München nach Kiew und zurück. Die Berichte der Ukrainerinnen und Ukrainer werden ergänzt durch Gespräche mit Autoren wie Andrej Kurkow und Juri Andruchowytsch, die mit ihren Büchern auf beiden Seiten der Schengenbarriere daheim sind.