31.07.2010
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11.00 - 11.05 Uhr Nachrichten
Redakteurin: Ulrike Hagen
Moderation: Tanja Zieger
WEITERE INFORMATIONEN
Insolvent und trotzdem erfolgreich
von Anne Koark
311 Seiten
Verlag: Insolvenzverlag.de
Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen in Deutschland gehen pleite. Insgesamt 14.180 Insolvenzen zählte das Bundesamt allein im Oktober letzten Jahres, das sind knapp sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ungezählt sind die vielen Einzelschicksale, die hinter diesen Zahlen stecken: die der Mitarbeiter, die plötzlich auf der Strasse stehen - aber auch die der Existenzgründer und Hochverschuldeten, die, wenn sie nicht gerade Schickedanz heißen, erstmal vor dem Aus stehen. Eine Situation, die schwer auszuhalten ist und die die Betroffenen in den Augen Vieler leider oftmals noch immer als Versager stigmatisiert.
In Deutschland sind 6,2 Mio. Menschen überschuldet, die Zahl der überschuldeten Haushalte hat sich seit 1990 auf 3.1 Millionen fast verdoppelt. Jedes Jahr melden mehr als 110.000 Menschen Privatinsolvenz an, die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf über 34.300, dadurch gingen 521.000 Arbeitsplätze verloren.
Von Insolvenz betroffene Menschen benötigen einen geschützten Raum, in dem sie offen über ihre emotionale Situation reden können und sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Reden hilft. Deshalb wurde der Gesprächskreis "Anonyme Insolvenzler" gegründet, der sich an Menschen richtet, die vom Thema Insolvenz betroffen sind.
Die Initiative "Teach First" bringt nach amerikanischem Vorbild junge Menschen, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben, für zwei Jahre in Schulen. Die Bewerber müssen sehr gute Studienleistungen und soziales Engagement nachweisen, eine gefestigte Persönlichkeit sein, die auch Stress im Klassenzimmer aushalten kann. Kurzfristig sollen sie die Schulen, teilweise in Problembezirken, unterstützen. Langfristig geht es darum, die dort gesammelten Erfahrungen später in Berufe in Politik oder Wirtschaft mitzunehmen, gewissermaßen eine Lobby für Bildung aufzubauen.
Das klingt erst einmal gut, doch das Programm polarisiert: Die Lehrergewerkschaft beklagt: hier sollten langfristig Lehrerstellen durch günstigere Hilfskräfte ersetzt wer-den, die nur auf einer Sommerakademie allenfalls didaktisches Basiswissen vermittelt bekommen haben. Und es gehe um das Aufpolieren von Lebensläufen für angehende Führungskräfte.
Lukas Gaertner ist ein sogenannter "High Potential". Sein BWL-Studium hat er im Sommer mit dem Bachelor abgeschlossen, Praktika in Banken im In- und Ausland liegen hinter ihm. Jetzt könnte er sein Studium fortsetzen, Unternehmensberater oder Banker werden, aber er hat sich entschlossen, an einer Schule im Ostberliner Stadtteil Lichtenberg für zwei Jahre mitzuarbeiten. Was bringt das den Schülern und der Schule? Was hat sich für Lukas Gaertner durch den stressigen, bisweilen chaotischen Schulalltag verändert? Welches Zeugnis würde er sich ausstellen? Nina Diezemann hat ihn während seines ersten Schulhalbjahrs begleitet.
Das Programm "Teach First" gibt es in Großbritannien bereits seit sieben Jahren. Das Vorbild kommt aus den USA: "Teach for America" zieht dort seit fast 20 Jahren vor allem die Studenten der Elite-Hochschulen wie Harvard und Yale an. Soziales Engagement gehört hier zu einem erfolgreichen Lebenslauf dazu.
In Bayern haben nun irakische Frauen eine Kampagne für ein Aufenthaltsrecht gestartet. Morgen werden voraussichtlich einige hundert Frauen und Kinder vor das bayerische Innenministerium ziehen.
Mehr zur Situation irakischer Flüchtlinge in München erfahren Sie auf den Seiten des Bayerischen Flüchtlingsrates: www.fluechtlingsrat-bayern.de/...
Blickt man sich auf den Rodelstrecken um, sieht man neben den gewohnten Hörnerschlitten und Zipfelbobs immer professionellere Gefährte. Gute Kurvenlage, extreme Lenkbarkeit, Sitzflächen mit Aufhängung als Stoßdämpfer... – auch Schlittenfahren kann inzwischen zu einer Wissenschaft werden. Insgesamt gilt: Wer lieber etwas langsamer unterwegs ist, der sollte bei den alten Hörnerschlitten und Plastikbobs mit Bremsen bleiben. Für alle anderen gilt: Vorsicht! Rodel-Suchtfaktor: Enorm!