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Bayerischer Rundfunk

31.07.2010


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Bayern 2



Inhalt

Notizbuch Das Notizbuch am Mittwoch, 13. Januar 2010

Übersicht über die Themen der Sendung:
  • Thema: Insolvenzen
    Studiogespräch: "Vom Sinn des Scheiterns" mit Anne Koark, Pleitier
  • Notizbuch-Feature:
    Klassenraum statt Büro -
    Hochschulabsolventen aller Fächer gehen an Schulen

11.00 - 11.05 Uhr Nachrichten

  • Irakische Frauen
    - Frauen im Irak
    - Bleiberecht für irakische Frauen in München
    Studiogespräch über Bleiberecht für irakische Frauen in München mit Gisela Seidlher, Rechtsanwältin
  • Notizbuch-Service
    - Constanze Alvarez und die Bio-Zitrone, die so komisch riecht
    - Rodel im Test
  • Kurz vor 12
    Neues aus der Männer WG

Redakteurin: Ulrike Hagen
Moderation: Tanja Zieger

WEITERE INFORMATIONEN


Thema: Insolvenzen
Symbolbild: Insolvenz | Bild: colourbox.com

Unternehmenspleite Vom Sinn des Scheiterns

Die Zahl der Firmenpleiten steigt in der Krise - allein in Bayern gab es im ersten Halbjahr um über 20 Prozent mehr Insolvenzen als zuvor. Für ganz Bayern gilt: Besonders problematisch ist die Lage in Automobil, Metall- und Maschinenbau. Trotzdem: Der Freistaat steht vergleichsweise gut da, denn es gibt mehr offene Stellen als anderswo. Jetzt kommt es darauf an, dass die Unternehmen auf Absatz, Verkauf und Vertrieb setzen. Und sie brauchen viel Eigenkapital, um an Geld zu kommen und auch das Krisenjahr 2010 gut zu überstehen.

Buchhinweis

Insolvent und trotzdem erfolgreich
von Anne Koark
311 Seiten
Verlag: Insolvenzverlag.de

Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen in Deutschland gehen pleite. Insgesamt 14.180 Insolvenzen zählte das Bundesamt allein im Oktober letzten Jahres, das sind knapp sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ungezählt sind die vielen Einzelschicksale, die hinter diesen Zahlen stecken: die der Mitarbeiter, die plötzlich auf der Strasse stehen - aber auch die der Existenzgründer und Hochverschuldeten, die, wenn sie nicht gerade Schickedanz heißen, erstmal vor dem Aus stehen. Eine Situation, die schwer auszuhalten ist und die die Betroffenen in den Augen Vieler leider oftmals noch immer als Versager stigmatisiert.

Gesprächskreis "Anonyme Insolvenzler"

In Deutschland sind 6,2 Mio. Menschen überschuldet, die Zahl der überschuldeten Haushalte hat sich seit 1990 auf 3.1 Millionen fast verdoppelt. Jedes Jahr melden mehr als 110.000 Menschen Privatinsolvenz an, die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf über 34.300, dadurch gingen 521.000 Arbeitsplätze verloren.

Von Insolvenz betroffene Menschen benötigen einen geschützten Raum, in dem sie offen über ihre emotionale Situation reden können und sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Reden hilft. Deshalb wurde der Gesprächskreis "Anonyme Insolvenzler" gegründet, der sich an Menschen richtet, die vom Thema Insolvenz betroffen sind.



 

Thema: Klassenraum statt Büro
- Lehrer vor einer Schulklasse | Bild: BR

- "Teach first" Elite-Absolventen helfen Lehrern in Brennpunkt-Schulen

Die Bildungsinitiative Teach First Deutschland fördert die Schulbildung von Kindern und Jugendlichen mit schlechten Startbedingungen. [teachfirst.de] -

Die Initiative "Teach First" bringt nach amerikanischem Vorbild junge Menschen, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben, für zwei Jahre in Schulen. Die Bewerber müssen sehr gute Studienleistungen und soziales Engagement nachweisen, eine gefestigte Persönlichkeit sein, die auch Stress im Klassenzimmer aushalten kann. Kurzfristig sollen sie die Schulen, teilweise in Problembezirken, unterstützen. Langfristig geht es darum, die dort gesammelten Erfahrungen später in  Berufe in Politik oder Wirtschaft mitzunehmen, gewissermaßen eine Lobby für Bildung aufzubauen.

Das klingt erst einmal gut, doch das Programm polarisiert: Die Lehrergewerkschaft beklagt: hier sollten langfristig Lehrerstellen durch günstigere Hilfskräfte ersetzt wer-den, die nur auf einer Sommerakademie allenfalls didaktisches Basiswissen vermittelt bekommen haben. Und es gehe um das Aufpolieren von Lebensläufen für angehende Führungskräfte.

Lukas Gaertner ist ein sogenannter "High Potential". Sein BWL-Studium hat er im Sommer mit dem Bachelor abgeschlossen,  Praktika in Banken im In- und Ausland liegen hinter ihm. Jetzt könnte er sein Studium fortsetzen, Unternehmensberater oder Banker werden, aber er hat sich entschlossen, an einer Schule im Ostberliner Stadtteil Lichtenberg für zwei Jahre mitzuarbeiten. Was bringt das den Schülern und der Schule? Was hat sich für Lukas Gaertner durch den stressigen, bisweilen chaotischen Schulalltag verändert? Welches Zeugnis würde er sich ausstellen? Nina Diezemann hat ihn während seines ersten Schulhalbjahrs begleitet.

Weitere Informationen

Das Programm "Teach First" gibt es in Großbritannien bereits seit sieben Jahren. Das Vorbild kommt aus den USA: "Teach for America" zieht dort seit fast 20 Jahren vor allem die Studenten der Elite-Hochschulen wie Harvard und Yale an. Soziales Engagement gehört hier zu einem erfolgreichen Lebenslauf dazu.




Thema: Asylrecht
Ein Haus für Flüchtlinge in Regensburg | Bild: picture-alliance/dpa

Bleiberecht für irakische Flüchtlinge

Der Krieg im Irak hat Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die meisten Flüchtlinge leben unter erbärmlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern in Jordanien oder Syrien. Inzwischen hat sich Deutschland bereit erklärt, 2.500 irakische Christen und andere Minderheiten als Kontingentflüchtlinge aufzunehmen und ihnen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erteilen. Die vielen anderen irakischen Kriegsflüchtlinge leben im Status der Duldung. In Bayern sind es 7.600 viele sind Familien. Sie leben in Flüchtlingsunterkünften haben oft nur eine eingeschränkte Arbeitserlaubnis und dürfen offiziell weder Deutschkurse besuchen noch eine Ausbildung beginnen.

Weitere Informationen

In Bayern haben nun irakische Frauen eine Kampagne für ein Aufenthaltsrecht gestartet. Morgen werden voraussichtlich einige hundert Frauen und Kinder vor das bayerische Innenministerium ziehen.

Mehr zur Situation irakischer Flüchtlinge in München erfahren Sie auf den Seiten des Bayerischen Flüchtlingsrates: www.fluechtlingsrat-bayern.de/...



Notizbuch-Service
Schlitten - Rodeln - neue Trends Symbolbild: Schlittenfahren, Winterlandschaft | Bild: picture-alliance/dpa, Montage: BR

Schlitten - Rodeln - neue Trends Schlittenfahren Rodeln - Neue Trends

Es ist soweit! Es liegt genügend Schnee, endlich Zeit für Wintersport! Jetzt heißt es : Bergab in allen Lagen! Sitzend, stehend oder liegend versprechen neue Funsportgeräte noch mehr Spaß im Schnee: Airboard, Snow-Tube, Skifox und Snowter erobern die Pisten. [Ratgeber] Schlitten - Rodeln - neue Trends

Blickt man sich auf den Rodelstrecken um, sieht man neben den gewohnten Hörnerschlitten und Zipfelbobs immer professionellere Gefährte. Gute Kurvenlage, extreme Lenkbarkeit, Sitzflächen mit Aufhängung als Stoßdämpfer... – auch Schlittenfahren kann inzwischen zu einer Wissenschaft werden. Insgesamt gilt: Wer lieber etwas langsamer unterwegs ist, der sollte bei den alten Hörnerschlitten und Plastikbobs mit Bremsen bleiben. Für alle anderen gilt: Vorsicht! Rodel-Suchtfaktor: Enorm!



Notizbuch - "Kurz vor 12"
- Sonnenblume mit Sonnenbrille, Kopfhörer, Blumenwiese, Wecker | Bild: picture-alliance/dpa, colourbox.com; Montage: BR

- Kurz vor 12: Neues aus der Männer-WG Die Notizbuch-Glosse zum Nachhören

Eine kaputte Klo-Spülung bringt die Männer an den Rand des Nervenzusammenbruchs und in echte Selbstzweifel.... Wird die gestandene Männer-WG dieses Problem am Ende lösen können? Nach der Sendung können Sie die Glosse hier noch einmal anhören und auch herunterladen. [Notizbuch-Podcastcenter] -

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