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09.02.2010


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Gesunder Darm - gesunder Mensch? Gesunder Darm durch Naturheilverfahren

Von Antonia Arnold
Stand: 10.12.2009

Symbolbild Darm, Heilerde, Akupunktur

Viele Chinesen fragen nicht "Wie geht es Ihnen?", sondern: "Haben Sie heute schon gegessen?" Nahrung, Kochen, Essen - und natürlich auch die Verdauung haben in dieser Kultur einen hohen Stellenwert.
Kein Wunder also, dass der Darm auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine große Rolle spielt. Um den Darm zu schützen, schwört die TCM auf die Grundtugenden Regelmäßigkeit, Beobachtung und Wärme. Der Stuhlgang sollte mindestens jeden zweiten Tag erfolgen, am besten immer zur gleichen Uhrzeit, wie ein Ritual im Tagesablauf. Und man sollte ihn beobachten: verändert er drastisch seine Form, Farbe oder Geruch stimmt etwas nicht mehr. Auf keinen Fall sollte man aus Sicht der TCM zu Abführmitteln greifen - weil sie alle den Darm in seiner Eigenleistung verschlechtern, erklärt Dr. Fritz Friedl, Allgemeinmediziner und Experte für TCM an der Silima-Klinik am Chiemsee.

Experten der Sendung:
Dr. med. Artur Wölfel, Krankenhaus für Naturheilweisen, München Harlaching

Dr. Artur Wölfel, Oberarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München-Harlaching


Dr. Fritz Friedl, Chefarzt der Silima-Klinik in Riedering am Chiemsee

Aus Sicht der klassischen Naturheilkunde hat der Darm, neben der Verdauung, noch eine zweite wichtige Funktion: Er dient als Barriere zwischen der Außen- und der Innenwelt: "An dieser Kontaktfläche zur Umwelt begegnen dem Menschen Unmengen von Toxinen, Keimen, Bakterien, Viren und Parasiten, immer mit dem Risiko, den Organismus krank zu machen", so Dr. Artur Wölfel vom Krankenhaus für Naturheilweisen in München-Harlaching. Der Darm muss also geschützt werden - nicht nur um seiner selbst willen, sondern auch, um den gesamten Körper gesund zu halten: "Ein lahmer, träger Darm erhöht das Risiko, dass möglicherweise krank machende Keime sich vermehren oder in den Körper eindringen können. Ein träger Darm erhöht die Kontaktzeit von karzinogenen, also krebsauslösenden Substanzen und Giftstoffen zur Darmschleimhaut", so Dr. Wölfel. Also muss der Darm gefördert werden - dass er schnell arbeitet - denn eine gut funktionierende Darmmotorik erhöht den Schutz für den gesamten Körper.

Der Text basiert auf Interviews mit Dr. Artur Wölfel vom Krankenhaus für Naturheilweisen in München-Harlaching und Dr. Fritz Friedl von der Silima-Klinik am Chiemsee.

Weiter mit: Darmschutz aus Sicht der Naturheilkunde
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