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Bayerischer Rundfunk

10.02.2010


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Heino Ferch, Schauspieler Bühne und Film sind seine Leidenschaft

Der Bremerhavener gehört zweifelsfrei zur ersten Riege der deutschen Filmschauspieler. Der Sohn eines Kapitäns stand 15-jährig für "Can Can" zum ersten Mal auf der Bühne. Davor war er als erfolgreicher Leistungsturner durch Europa gezogen.

Heino Ferch

Sein Durchbruch im Filmgeschäft gelang Heino Ferch 1997 mit Hauptrollen in "Comedian Harmonists", "Das Leben ist eine Baustelle" und "Winterschläfer". Ferch spielte auch mehrfach mit Alexandra Maria Lara: "Der Untergang", "Vom Suchen und Finden der Liebe", "Napoléon" und "Der Tunnel". Jetzt kommt sein neuer Film "Vision. Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" in die Kinos, in dem er in die Rolle des Mönchs Vollmer schlüpft.

Der Sog auf die Bühne

Meeresforscher wollte er als Kind werden, kein Wunder, sein Vater war jahrelang als Kapitän zur See gefahren. Profi-Sportler im Turnen hätte er werden können oder Profi-Musiker. Aber er absolvierte eine Schauspielausbildung am Salzburger Mozarteum, die auch Stepptanz, Ballett und Gesang einschloss. Seine Magisterarbeit schrieb er über das Thema "Chöre im klassischen Drama der Antike". Ihn zog es aber unwiderstehlich auf die Bühne. Zuerst als Turner und Schauspieler. Seine erste Rolle bekam er in Can Can, einem Musical, wo er eine artistische Rolle bekam. Nach der Ausbildung wurde er direkt an die Freie Volksbühne in Berlin unter der Intendanz von Hans Neuenfels engagiert, wo er zum Ensemble gehörte. Er reüssierte rasch auf der Bühne, beim Film und im Fernsehen. Danach arbeitete er am Berliner Schillertheater. Es folgten Gastspiele bei den Salzburger Festspielen, an der Mailänder Scala und am Wiener Burgtheater. Aber es war nur eine Frage der Zeit bis die Filmindustrie den Bremer entdeckte. Es folgten zahlreiche Film- und Fernsehrollen und natürlich auch Preise. Unter anderem der Bayerische Filmpreis, die "Goldene Kamera" oder der Grimme-Preis.

Einfach aufstehen und gehen

Heino Ferch ist mit einer ehemaligen Military Reiterin verheiratet. Zusammen haben sie ein Kind. Außerdem hat er noch eine Tochter aus einer früheren Beziehung. In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht er mit Moderatorin Stephanie Heinzeller über seine Angewohnheit in Interviews einfach zu gehen und warum er den gefährlichen Polosport so liebt.

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