09.02.2010
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Auf den Orkney-Inseln zwischen Nordsee und Atlantik leben Bauern, Fischer, Künstler und erstaunlich viele Lebenskünstler. Vor rund 5.000 Jahren haben die Inselbewohner mystische Steinkreise und geheimnisvolle Gräber auf der Hauptinsel Mainland errichtet. Die fast baumlose Landschaft hat sich seitdem kaum verändert.
Die Inseln des Orkney-Archipels verteilen sich über ein Gebiet von knapp 50 km Ost-West und 85 km Nord-Süd. Orkney liegt damit etwa auf der Höhe Sankt Petersburgs und Südgrönlands. Weniger als 1.000 Quadratkilometer ist der Archipel insgesamt groß, allein die Hauptinsel The Mainland erstreckt sich über 492 km² oder 49 Prozent.
Nur 21 Inseln sind bewohnt – davon eine Insel, Papa Stronsay, als reine Klostersiedlung (Transalpine Redemptoristen) mit beschränktem Zugang für die Öffentlichkeit. Die wichtigsten Städte sind Kirkwall, als Verwaltungsort und bedeutendster Drehscheibe des gesamten Verkehrs mit ca. 7.000 Einwohnern, und Stromness, ein Fährhafen zum "Festland" mit ca. 2.000 Einwohnern; beide liegen auf der Hauptinsel Mainland. Die Bewohner von Orkney werden Orkadier genannt.
Amts- und Verkehrssprache auf den Inseln ist weiter Englisch, weit verbreitete Umgangssprache ist das Orcadian, eine Variante des Insular Scots. In diesem Dialekt haben sich bis heute insbesondere im Vokabular, in der Aussprache, aber auch in der Grammatik Reste einer zwischen 800 und 1700 n. Chr. verwendeten - doch schließlich im Verlauf des 18. Jahrhunderts erloschenen - skandinavischen Sprache erhalten. die viele Gemeinsamkeiten mit Norwegisch aufweist.
Inseln der Entschleunigung:
Eine Tour der Sinne über die Orkneys
Autor: Robert B. Fishman
Musikauswahl & Moderation: Jay Rutledge