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09.02.2010


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Heimatspezialitäten Bärlauch - der wilde Knoblauch

Ein Korb voller Bärlauch

Bildunterschrift: Ein Korb voller Bärlauch

Bärlauch ist gesund. Wenn man ihn aber bei der Suche mit anderen Pflanzen verwechselt, kann das tödlich enden. Es schieben nämlich jetzt auch das liebliche Maiglöckchen und die im Spätsommer zartlila blühenden Herbstzeitlosen ihre Blätter aus den Boden. Und die haben es in sich! Es kann zu schweren Magenverstimmungen kommen, sogar von tödlicher Vergiftung war schon zu hören nach Genuss von Herbstzeitlosen.

Mit der Nase suchen

Aber keine Sorge! Der Bärlauch hat etwas, was die nicht haben. Man erkennt ihn am Duft. Wenn man das länglich spitze Bärlauchblatt zwischen den Fingern zerreibt, riecht es deutlich und unverwechselbar nach Knoblauch. Heute ist der Bärlauch richtig in Mode gekommen. Es gab ihn aber auch früher schon in Mutters Küche.

"Mit Maß und Ziel" muss man ihn genießen

Dann ist er sogar zur blutreinigenden Frühjahrskur geeignet. Darauf schwören Kräuterweiberl zum Beispiel im Donautal bei Straubing, wo, wie in vielen Auwäldern, jetzt die Luft vom Duft des "wilden Knofels" erfüllt ist. Man kann ihn übrigens inzwischen auch auf Wochenmärkten kaufen. Da ist man dann sowieso auf der ganz sicheren - aber halt auch nicht so kostengünstigen - Seite. Und ihn bei einem Waldspaziergang frisch zu pflücken, das ist ja ein zusätzliches Erlebnis.

Der Bärlauch ist ein feines Gewürz. Auch für eine Suppe nehme man aber (pro Teller) nur

  • 100 g der Blätter ohne Stiele,
  • 25 g Butter, drei EL Mehl,
  • eineinhalb l Gemüsebrühe,
  • einen EL gehackte Petersilie,
  • Salz und Pfeffer.

Eine helle Mehlschwitze anrühren, die klein geschnittenen Bärlauchblätter hinzugeben und gut "mitschwitzen" lassen. Mit der Brühe aufgießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vor dem Servieren mit der Petersilie bestreuen.

Im Rohzustand sollte man den Bärlauch wirklich nur in kleinen Mengen verzehren. Auf ein Butterbrot gestreut, in Topfen oder Rührei gerührt, verträgt man ihn gut. Leider hat Bärlauch eine sehr kurze Verweildauer im Frühjahr.

Bärlauch-Geist ansetzen

Wer seine blutreinigenden Eigenschaften länger erhalten möchte, kann aus dem Zwiebelgewächs einen "Geist" ansetzen. Blätter und Zwiebel klein schneiden, locker in eine Flasche füllen, mit 40-prozentigem Korn aufgießen und zwei Wochen in der Sonne stehen lassen, so man welche hat. Ansonsten genügt ein warmer Platz am Ofen. Tropfenweise genossen, soll er sogar der Arterienverkalkung vorbeugen und Hautunreinheiten beseitigen.

Viel Spaß beim Bärlauch-Suchen und guten Appetit beim Genießen!

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