13.03.2010
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Gwand, Häß, Glääder, War, Montur - alles Wörter für Kleidung, nur dass es eben in den verschiedenen Ecken Bayerns ganz unterschiedlich klingt. Altbayern, Schwaben, Unterfranken - jede Region hat ihren eigenen Dialekt. Und die gibt's jetzt zum Nachhören.
Von Joachim Dangel
Stand: 31.12.2008
Einen Sommer lang ist der Allgäuer Dialektforscher Manfred Renn durch Bayern gereist und hat Stimmen aufgenommen. An 70 Orten war er unterwegs und hat darauf geachtet, dass jedes Dialektgebiet in Bayern vertreten ist. Und er hat sogar die Regionen besucht, die von anderen Dialekten beeinflusst werden: also zum Beispiel Aschaffenburg - da fließt das Hessische ein - oder das nördliche Oberfranken - da kommt Thüringisch dazu - oder im Allgäu das Alemannische.
Renn hat die Leute sehr bewusst ausgesucht. Und zwar: Ortsansässige Einwohner zwischen 60 und 70, die im Idealfall den Dialekt schon von ihren Eltern oder Großeltern gelernt haben. Junge Leute kamen nicht in Frage, die kennen beispielsweise die alten Begriffe aus der Landwirtschaft gar nicht mehr.
Die offizielle Seite der Datenbank mit den sprechenden Karten.
In der Datenbank sind aber auch die verschiedenen Ausdrücke für die Wochentage, für bestimmte Gebäcksorten, verschiedene Wörter die die Leute für Friedhof, Spüllappen oder Tiere haben. Und es ist echt unglaublich, wie viele Formen es da gibt. Der Sprachatlas ist ganz einfach zu bedienen. Auf einer Bayernkarte klicken Sie einfach auf die verschiedenen Regionen und hören dann die Originaldialekte.
Sich durch den Sprachatlas zu klicken, macht richtig Spaß - außerdem soll er dazu beitragen, dass der Dialekt in Bayern nicht verloren geht.
Weiter mit: Rund um "Heschar" und "Schoofbäbberli"