13.03.2010
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Stand: 20.03.2007
Früher beschränkte sich das Vogelvorkommen in Städten auf wenige Arten, zum Beispiel Tauben, Amseln und Spatzen. Heute kann man in unseren Städten Vogelarten entdecken, die man sonst nur von einem Spaziergang in der Natur kennt - zum Beispiel Buntspecht, Wanderfalke und Weißstorch.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Durch Flurbereinigung und Intensivierung der Landwirtschaft verlieren einige Vogelarten mehr und mehr ihre angestammten Lebensräume auf dem Land und suchen daher in den Städten Zuflucht. Außerdem fruchten jetzt die jahrzehntelangen Bemühungen des Naturschutzes: Die naturnahe Pflege von Grünflächen, das Anlegen von Biotopen und das Ausbringen von Nistkästen lässt die Stadt zu einem attraktiven Lebensraum für Vögel werden.
Spechte gibt es nur im Wald? Mitnichten! Der farbenfrohe Buntspecht wird immer häufiger in städtischen Parks und Grünanlagen, ja selbst in Wohnanlagen gesichtet. Mehr noch: Er hat die Nützlichkeit menschlicher Behausungen entdeckt. Er hackt, sehr zum Leidwesen der Hausbesitzer, Fassaden auf und zerpflückt das Dämmmaterial, um darin zu nisten. Um seine Gegenwart Artgenossen mitzuteilen, hämmert er möglichst laut. Der Stadtspecht hat gelernt, dass er besonders beeindruckenden Lärm erzeugen kann, indem er auf Hausantennen oder Blechverkleidungen hämmert.
Der Landesbund für Vogelschutz führt jedes Jahr die Aktion "Stunde der Wintervögel" durch: Vogelfreunde in ganz Bayern sind aufgerufen, eine Stunde lang zu protokollieren, welche Vogelarten sie sehen. 2007 war der auf den Meldebögen für die Münchner Innenstadt am häufigsten aufgeführte Vogel die Amsel, gefolgt von der Blaumeise. Auf Platz drei landete der Buntspecht. Die Ergebnisse im Einzelnen: