09.02.2010
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Weinstöcke am Haus und im Garten gewinnen immer mehr Liebhaber. Selbstgezogene Weintrauben kann man auch auf Balkon und Terrasse ernten. Weinreben lassen sich in allen Regionen Deutschlands kultivieren, auch außerhalb der klassischen Weinbaugebiete.
Stand: 08.09.2008
Es empfiehlt sich dann, früh bis mittelspät reifende Sorten zu verwenden und einen geschützten Standort zu wählen. Als Obstgehölz braucht die Weinrebe viel Sonne und Wärme. Ideal ist ein Platz mit Mittags- und/oder Nachmittagssonne.
Der Wein gehört zu den Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Er ist ein Symbol für die Fruchtbarkeit und wurde seit alters her als Nahrungs- und Genussmittel und als Medizin eingesetzt. Heute sind rund 16.000 Rebsorten bekannt. Es gibt Weinreben mit grünen bzw. gelben ("weißen") Trauben oder mit roten bis blauroten Trauben.
Bei den neueren Züchtungen gibt es auch kernlose Sorten, die zwar eher kleine aber sehr schmackhafte Beeren haben. Die Blätter enthalten Flavonoide und Gerbstoffe, die Früchte sind reich an Traubenzucker, Kalium und Calcium. Die Kerne werden zu einem wertvollen Öl verarbeitet, das einen hohen Gehalt an Vitamin E, Linolsäure und Spurenelementen aufweist.
Manche Trauben-Sorten haben ein Erntefenster von mehreren Wochen. Trotzdem fallen zu einigen Zeiten so viele Früchte an, dass eine Lagerung notwendig wird. Ideal dazu ist ein kühler Raum mit Temperaturen zwischen ein und drei Grad Celsius. Möglich sind fünf bis zwölf Grad, die Lagerdauer verkürzt sich entsprechend.
Bewährt haben sich spezielle Folienbeutel für die Traubenaufbewahrung. Diese gewährleisten einen gewissen Gasaustausch, schließen jedoch übermäßige Verdunstung aus. fünf bis zehn Kilogramm Obst passen in einen Beutel. Sie werden befüllt und einen Tag ungeschlossen gelagert.
So kann die Feuchtigkeit von der Oberfläche der Früchte verdunsten um Fäulnis zu vermeiden. Dann werden die Beutel geschlossen bis bei Bedarf die Trauben entnommen werden.
In den vergangenen Jahren haben sich Rebenzüchter in vielen Ländern mit der Verbesserung von Tafeltrauben befasst. Moderne Hausreben kombinieren hervorragende Fruchteigenschaften mit einer hohen Pilzwiderstandsfähigkeit. Hausreben werden in Rebschulen und Gartencentern angeboten.
Meist erhält man einjährige Containerpflanzen in Töpfen von 15 bis 20 cm Durchmesser mit einem grünen Trieb. Von einer eigenen Vermehrung der Reben wird abgeraten, da eine reblausresistente Unterlage nötig ist.
Tipp: Die Kultur von Weinreben unter einem Dach hat sich bewährt!
Besonders schmackhaft und angenehm sind die neuen kernlosen Traubensorten. Bereits seit längerem bewährt hat sich die Sorte "New York". Sie trägt grün-gelbe, kernlose, kleinere Trauben mit einer Reifezeit von Mitte bis Ende September.
Ebenfalls gelbfruchtig ist die neue Sorte "Frumuosa Alba". Sie trägt große Früchte in lockeren Trauben und hat ein gutes Aroma. Empfehlenswert sind auch die Sorten "Tonia", "Potrianka" und "Juliana".
Ein besonders langes Erntefenster hat ‚Muskat Bleu', eine Sorte mit sehr aromatischen Trauben. Bereits aus dem Namen lassen sich die blaue Farbe und die unverwechselbare Muskatnote im Geschmack ablesen.
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