10.02.2010
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1982 verletzt sich die 16 Jahre alte Claudia während ihres Krankenhaus-Praktikums an einer Spritze. Kurz darauf treten erste gesundheitliche Probleme auf. Mit 21 Jahren lautet dann die Diagnose HIV-positiv. Als die Ärzte ihr mitteilen, dass sie nur noch zwei Jahre zu leben habe, kämpft Claudia.
Niemand kann die Beschwerden einordnen, die die junge Claudia hat, seit sie sich beim Sturz im Krankenhaus an einer Spritze verletzte. Dass sie sich mit einer lebensgefährlichen Krankheit infiziert hat, ahnt damals noch niemand. Fünf Jahre später, Claudia ist mittlerweile 21, lautet die erschütternde Diagnose HIV-positiv.
Originaltitel: Und trotzdem lebe ich (D, 2009)
Regie: Juliane Schuhler
Länge: 45 Min.
Für Claudia bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass sie Träger des gemeinen Virus ist, sie hat laut den Ärzten nur noch zwei Jahre zu leben. Obwohl Trauer und Angst von nun an ihren Alltag beherrschen, gibt Claudia nicht auf. Wie geplant schließt sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester ab. Und als sich zeigt, dass neue Medikamente besser und anhaltender helfen können, stellt sie sich nach und nach auf ein längeres Leben ein.
Seit 27 Jahren lebt Claudia nun mit dem AIDS-Virus. Sie gehört zu den sogenannten Langzeit-Überlebenden. Sie hat in der Zeit das Abitur gemacht, studiert heute Pädagogik, Biologie und Psychologie und bereitet sich gerade auf ihr Examen vor.
Eine attraktive Frau, die auf den ersten Blick stark und lebensfroh wirkt. Ihre Stärke hat sie sich in all den Jahren immer wieder hart erkämpfen müssen. Doch diese Stärke hat Brüche. Ihre psychische Verfassung ist nicht stabil. Sie selbst sieht sich als Borderline-Persönlichkeit. Mehrmals wollte sie sich aufgeben und hat versucht, sich umzubringen. Doch immer wieder hat sie sich hinterher für das Leben entschieden.