21.11.2009
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Drei Hauptrollen reichten, um ihn unsterblich zu machen: James Dean, ein widersprüchlicher, sprunghafter Mensch, wurde nur 24 Jahre alt, aber zum Idol von Generationen.
Cool, aber unausgeglichen, erfolgreich, aber unglücklich: James Dean, Verkörperung des jungen Rebellen in den 50er-Jahren und auch heute noch, war ein rätselhafter, widersprüchlicher Mensch. Mit nur drei Kinofilmen avancierte er zum Idol und Vorbild von Generationen, löste posthum Massenhysterien aus. Sein nur 24 Jahre kurzes Leben hatte er bis zum äußersten ausgekostet, frei nach dem Motto "Lebe schnell, stirb jung und hinterlasse eine schöne Leiche".
James Dean wurde am 8. Februar 1931 als Sohn eines Zahntechnikers in Fairmont (Indiana) geboren. Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs er auf einer Farm bei Verwandten auf. Nach Abschluss der höheren Schule studierte er mehrere Semester Jura an der California-Universität, nahm dort aber auch dramatischen Unterricht. Dean interessierte sich schon als Kind für die Schauspielerei und erhielt den Preis des Staates Indiana als "bester Schülerschauspieler".
Schließlich gab er die Rechtswissenschaften auf, um sein Heil als Schauspieler in New York zu versuchen, wo er die Kurse des legendären "Actors Studio" von Lee Strasberg besuchte. Er musste sich jedoch zunächst als Fahrer großer Firmen, als Seemann, als Tellerwäscher und Komparse beim Fernsehen mühsam über Wasser halten, bis er durch eine kleine Rolle bei einer Theaterinszenierung auffiel. Kurz darauf spielte er nach "See the Jaguar" die Titelrolle im "Unmoralischen" von Gide am Broadway, für deren Gestaltung er den "Daniel-Blum-Preis" als bester Nachwuchsdarsteller der USA errang.
Schon sein erster Kinofilm, "Jenseits von Eden" nach einem Buch von John Steinbeck, katapultierte den jungen Schauspieler an die Spitze. Viel Zeit, seinen Erfolg auszukosten, blieb ihm nicht. Am 30. September 1955 wollte der begeisterte Rennfahrer in seinem Porsche an einem Rennen in Salinas teilnehmen und raste bei Paso Robles mit fast 140 km/h in den Tod. Ein sagenumworbener Unfall, dessen Rekonstruktion in den 50 Jahren, die inzwischen verstrichen, immer wieder in Angriff genommen wurde. Vier Tage nach diesem tragischen Unglücksfall wird Nicolas Rays Spielfilm "... denn sie wissen nicht, was sie tun" uraufgeführt, der Film, der den toten James Dean zum Idol seiner Generation machte.
Geboren: 08.02.1931
Gestorben: 30.09.1955
Dean wurde zur Verkörperung der entfremdeten Mittelklassejugend aus den Vorstädten Amerikas, zum Sinnbild für deren nicht immer zielgerichtete Rebellion gegen die Lebensweise ihrer Eltern, kurz: zur Projektion des Befreiers, der die Verletzlichkeit, Aggression und Ruhelosigkeit einer Generation auf die große Leinwand brachte und zur Identifikationsfigur avancierte.
Der Kult um "Jimmy" nahm nach seinem frühen Tod zeitweise makabre Züge an und führte zu Massenhysterien auch außerhalb der USA. Um die Früchte dieser kostenlosen, aber höchst wirksamen Publicity ernten zu können, wurde der Start seines dritten Films "Giganten", den er einige Tage vor seinem Tod abgedreht hatte, fast ein ganzes Jahr hinausgezögert. Es kam zu tumultartigen Szenen und zu Zusammenbrüchen sowohl am ersten Todestag als auch bei der Premiere.
Nur drei Hauptrollen hat James Dean gespielt, nur zwei brauchte er, um zum unsterblichen Mythos zu werden. Francois Truffaut hat wohl am besten die Bedeutung Deans definiert: "In James Dean entdeckt sich die Jugend von heute selbst. Weniger aus den üblich angeführten Gründen: Gewalt, Sadismus, Hysterie, Grausamkeit, als aus anderen, die viel einfacher und gewöhnlicher sind: Das Zurücknehmen der Emotionen, fortgesetztes Fantasieleben, moralischer Puritanismus ohne Bezug zur heutigen Moral, aber um so rigoroser, die ewige Vorliebe der Jugendlichen für Tests, Stolz und Bedauern, dass man außerhalb der Gesellschaft steht, Verweigerung und der Wunsch, integriert zu werden, und schließlich Annahme oder Verweigerung der Welt wie sie ist".
1956 Giganten
1955 Jenseits von Eden
1955... denn sie wissen nicht, was sie tun