21.11.2009
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Zecken fühlen sich zur Zeit wieder pudelwohl: Warmes, feuchtes Wetter ist die ideale Lebensbedingung für die Blutsauger. Doch natürliche Feinde könnten den Zecken schon bald auf den Leib rücken. Forscher von der Uni Hohenheim haben erfolgreich Pilze und Würmer gegen den Holzbock eingesetzt.
Stand: 14.05.2008
Zeckenbisse sind meistens harmlos. Aber sie können auch Bakterien und Viren auf den Menschen übertragen und so die gefährliche Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) oder die Infektionskrankheit Borelliose auslösen. Gegen die Hirnhautentzündung können wir uns impfen. Aber gegen die Borelliose helfen nur Antibiotika. Da wäre es doch besser, man könnte den Zecken auf den Leib rücken, bevor sie angreifen.
Bildunterschrift: Pilz befällt Zecke
Forscher von der Universität Hohenheim setzen bei der Zeckenbekämpfung auf natürliche Feinde der Blutsauger. Ein vielversprechender Zeckenfeind ist zum Beispiel ein Pilz. Der dringt über die Atemwege in die Zecken ein und zerstört sie von innen heraus. Bei Experimenten im Labor und auch in der Natur konnten die Forscher mit dieser Methode fast alle Blutsauger töten.
Bildunterschrift: Parasitenwürmer als natürliche Schädlingsbekämpfer
Ganz ähnlich funktioniert die Kriegsführung mit Hilfe von Würmern. Sogenannte Nematoden dringen durch Körperöffnungen (After, Geschlecht) in die Zecken ein und fressen sie von innen auf. Bei ihren Experimenten konnten die Wissenschaftler so bis zu 50 Prozent der Zecken töten.
Die Ergebnisse sind vielversprechend. Aber es wird noch einige Jahre dauern, bis die natürlichen Schädlingsbekämpfer im großen Stil eingesetzt werden. Vorher müssen die Forscher noch herausfinden, ob die Pilze und Würmer auch andere Tiere befallen könnten.
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