31.07.2010
Direkt zu ...
Am 6. September in Sendung:
Jedes dritte Holzfenster in Deutschland wird aus Meranti gefertigt, einem Tropenholz aus Malaysia, Brunei und Indonesien. Vieles stammt aus illegalem Einschlag, gefällte Bäume werden meist nicht wieder aufgeforstet. Der unterfränkische Fensterbauer Döpfner verzichtet auf Tropenholz, setzt auf Produkte aus dem heimischen Wald. Dies war anfangs kein einfacher Weg, doch inzwischen haben viele Firmen Holz von hier als wertvollen Baustoff erkannt. Eigens wurde sogar die Initative "Holz von hier" in Bayreuth gegründet. Ein Weg, der die Natur schützt und die Region stärkt: Bayernweit beschäftigt die Sparte Holz und Forst rund 180.000 Menschen.
Während sich immer mehr Deutsche im Ausland behandeln lassen, weil das günstiger ist, gibt es auch einen gegenläufigen Trend: Rund 75.000 Menschen kommen jedes Jahr nach Deutschland, um sich hier operieren zu lassen. Einer von ihnen ist Khaled Al Awad. Dem 23-Jährigen aus Saudi-Arabien wurde im Klinikum Nürnberg der Vorfuß amputiert. Auch Chadi Kailani, Hals-, Nasen-, Ohrenarzt mit Praxis in Nürnberg, hat vom medizinischen Fachwissen der Deutschen profitiert. Vor Jahrhunderten war das noch anders: Im Mittelalter hatten die arabischen Mediziner die Nase vorn, waren ihren europäischen Kollegen weit voraus.
Schaukel, Wippe, Rutsche und ein Sandkasten, fertig ist der Spielplatz - wenn man ihn traditionell versteht: als Spielplatz für Kinder. Was aber, wenn der Platz zu einem Bewegungspark für Jung und Alt werden soll? Wenn auch Senioren ihren Spaß haben sollen neben den tobenden Kindern. In Nürnberg geht man seit kurzem neue Wege mit sogenannten Mehrgenerationenspielplätzen. Ein Trend, dem schon einige fränkische Städte gefolgt sind. Auch in Würzburg, Coburg oder Kulmbach tummeln sich schon Senioren und Junioren auf gemeinsamen Spielplätzen.
Neopren-Anzug und Schwimmweste an, Skier an die Füße – und schon geht’s los. Fabian Hohm aus Würzburg fährt zum ersten Mal in seinem Leben Wasserski, im Wake-Park in Oberthulba. Unter fachkundiger Anleitung können Anfänger hier ihre ersten "Schritte" auf dem See machen und nebenbei den Profis über die Schulter schauen, die mit waghalsigen Sprüngen und Salti über den Parcours fahren. Doch bevor Fabian Hohm an solche Kunststückchen überhaupt nur denken kann, muss er erst einmal den Start sauber hinbekommen – und der hat es in sich.
Erst der Garten macht ein Schloss zum Kunstwerk, und es sind Schlossgärtnerinnen wie Barbara Müller, die im Rokokogarten rund um das einst fürstbischöfliche Schloss in Veitshöchheim tagein, tagaus gießt, hackt, schnippelt um die grüne und bunt blühende Pracht auch zu erhalten. Im Hofgarten zu Veitshöchheim reicht die Arbeit der Schlossgärtnerin vom Pflegeschnitt für kranke Buchse bis hin zur Gemüseernte in einem kleinen Nutzgarten. Denn neben Blütenpracht und Ornamentbeeten bot der Hofgarten den hohen Herrschaften stets auch frisches Obst und Gemüse. Auch diese Tradition hält die Schlossgärtnerin bis heute aufrecht – allerdings nicht mehr für den Fürstbischof sondern fürs Gasthaus in der Nachbarschaft.
Die Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V. ist einer der größten Höhlenvereine im Fränkischen Jura. Schulungen in Befahrungs- und Rettungstechnik, Höhlenvermessung, Erste Hilfe und Infoabende zählt die Gruppe zu ihren Aufgaben. Im Mittelpunkt stehen aber Forschungen zu Karsterscheinungen und Höhlen in Franken. Ganz wichtig dabei: der verantwortungsvolle Umgang mit dem Naturraum Karst und Höhle.