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Bayerischer Rundfunk

30.07.2010


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Kriminalkomödie Tödliche Verbindungen

Spektakulärer Mordfall in Bad Tölz, den es in den 70ern wirklich gab: Eine Frau stirbt an einer Blausäurevergiftung. Die bayerischen Kommissare Walter Degenhardt und Rio Hartmann ermitteln gewitzt und unkonventionell und "oans is g'wiß": Aus der "Mordsg'schicht" wird a "Mordsgaudi".

Filmszene "Tödliche Verbindungen" | BR/mekk-movie

Im Frühjahr des Jahres 1978 stirbt in Bad Tölz eine alleinstehende Verkäuferin an Blausäurevergiftung. Der Tölzer Kommissar Walter Degenhardt und sein aus Miesbach zugeteilter Kollege Rio Hartmann nehmen die Ermittlungen auf.

Info

Originaltitel: Tödliche Verbindungen (D, 2006)
Regie: Edgar Kraus und Markus Kleinhans
Darsteller: Adnan Erten, Luky Zappatta, Liane Sellerer, Falk Janisch, Renate Beck, Stefan Schneider, Laurie Jones
Länge: 83 Minuten
16:9, Stereo

Die beiden haben gänzlich unterschiedliche Charaktere und deshalb kommt es auch des Öfteren zu Streitereien. Weder deuten Indizien auf ein gewaltsames Verbrechen, noch auf eventuellen Selbstmord hin. Der geheime Liebhaber der Toten, welcher in Dachau verheiratet ist und in einer Chemiefirma arbeitet, scheint den Kommissaren nicht ganz geheuer zu sein. Luftikus Rio beginnt nebenbei eine Affäre mit der Zeugin Conny Sageder, worüber Walter überhaupt nicht erfreut ist. Die Ereignisse überschlagen sich und es kommt zum furiosen Finale in den Bergen.

Der "Tamponmord" von Bad Tölz sorgte 1978 für Schlagzeilen und blieb einer der spektakulärsten, ungeklärten Kriminalfälle seiner Zeit. 25 Jahre später wurde der Fall in der Sammlung "Mordsgeschichten aus Bad Tölz und dem Isarwinkel" herausgegeben.

Filmszene "Tödliche Verbindungen" | Bild: BR/mekk-movie

Bild vergrößern Bildunterschrift: In luxuriösen Straßenkreuzern sitzen manchmal ganz schöne Ganoven.

Zufällig gelangte das Büchlein in die Hände zweier bayerischer Amateurfilmer, die völlig fasziniert waren und beschlossen ihren Traum zu verwirklichen: einen richtigen Kinofilm zu drehen. Markus Kleinhans, Event-Manager einer KFZ-Firma und Edgar Kraus, der sich bereits mit Sportaufnahmen im Bereich Base-Jumping einen Namen gemacht hatte, sammelten ihre engsten Freunde, Verwandten und Bekannten und stellten bald ganz Bad Tölz auf den Kopf. Als Kurzfilm geplant, wuchs die Low-Budget Produktion zu einem Spielfilm heran, der mit Ausdauer und viel Herzblut in die bayerischen Kinos gebracht wurde.

Die Jungs bekamen auch prominente Unterstützung: Otti Fischer lieh einem Buben seine Stimme, Ruth Drexel war dabei - was ziemlich "naheliegend" war! Skirennfahrer Max Rauffer sowie die  Band Bananafishbones konnten für Gastauftritte gewonnen werden. Michael Armann komponierte den unverwechselbaren Sound, der nicht zufällig an "Irgendwie und Sowieso" erinnerte... 

Wir denken an Dich - Edi

Die Kino-Premiere erlebte Edi Kraus nicht mehr, denn er kam 2006 bei einem Fallschirmsprung ums Leben. Unfassbar: an eben der Stelle, wo die letzte Szene von "Tödlichen Verbindungen" spielt. Der Film wurde daraufhin zu seinem Vermächtnis und Markus Kleinhans hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihn einem möglichst breitem Publikum zugänglich zu machen. Dies ermöglicht nun auch das Bayerische Fernsehen und verspricht eine "Mordsgaudi" in der Faschingszeit.

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