09.02.2010
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Die Funk Brothers nahmen mehr Hits auf als Elvis, die Rolling Stones, die Beach Boys und die Beatles zusammen - und dennoch geriet diese grandiose Erfolgsgeschichte fast in Vergessenheit. Autor Allen Slutksky und Regisseur Paul Justman holten sie aus dem "Schatten von Motown" heraus.
1983 feierte die Plattenfirma Motown Records ihr 25-jähriges Bestehen. Der legendäre Bassist und Funk Brother James Jamerson kaufte sich eine Eintrittskarte, um an der Live-Übertragung der Jubiläumsgala teilzunehmen. Niemand hatte ihn eingeladen. Niemand hatte sich an ihn erinnert. Zwei Monate später war er tot.
Originaltitel: Standing in the Shadows of Motown (USA, 2002)
Regie: Paul Justman
Länge: 104 Min.
Stereo + 16:9
Ihre Musik ist weltbekannt, aber ihre Namen kennen die wenigsten. 1959 brachte Berry Gordy Detroits beste Jazz- und Bluesmusiker zusammen, um Songs für seine neue Plattenfirma Motown Records aufzunehmen. In den kommenden 14 Jahren bildeten diese Musiker den Backbeat für "My Girl", "Bernadette", "I Was Made To Love Her" und jeden anderen Hit der Motown-Ära in Detroit. Diana Ross and The Supremes, The Temptations, Marvin Gaye, The Four Tops, Stevie Wonder, Smokey Robinson and The Miracles, um nur einige zu nennen - sie alle spielten ihre Hits bei Motown ein, und sie alle spielten sie zusammen mit immer derselben Gruppe von Studiomusikern ein.
Bildunterschrift: Pianist Joe Hunter
Der bald unverwechselbare "Motown-Sound" wurde Sinnbild und Ausdruck einer ganzen Generation. Die Songs begleiteten die Bürgerrechtsbewegung, den Protest gegen den Vietnamkrieg und die sozialen Unruhen der damaligen Zeit. Am Ende ihrer phänomenalen Serie hatte diese Gruppe unbekannter Musiker mehr Number-One-Hits herausgebracht als Elvis, die Rolling Stones, die Beach Boys und die Beatles zusammen. Es machte sie zur größten "Hitfabrik" in der Geschichte der Popmusik. Sie gaben sich den Namen "The Funk Brothers".
41 Jahre nach ihrer ersten Aufnahme für Motown und drei Jahrzehnte nach ihrer Trennung kamen die überlebenden Funk Brothers - Eddie Willis (Gitarre), Joe Messina (Gitarre), Johnny Griffith (Keyboard), Joe Hunter (Keyboard), Bob Babbitt (Bass), Jack Ashford (Percussion und Vibraphon) und Uriel Jones (Schlagzeug) in Detroit zusammen, um ihre Musik zu spielen und ihre Geschichte zu erzählen. Der Regisseur Paul Justman hat dieses Zusammentreffen gemeinsam mit Sandy Passman und Allan Slutsky in "Hitfabrik Motown" dokumentiert.
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