21.11.2009
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In dem Dokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Schauspieler Fatih Akin auf die Suche nach seinen familiären Wurzeln.
Sein Vater kam 1965 aus der Türkei nach Deutschland, um als Gastarbeiter sein Glück zu versuchen. Eigentlich wollte er nur zwei Jahre bleiben, dann holte er aber doch seine Frau nach Hamburg und arbeitet noch heute in der Fabrik, in der er damals eine Stelle fand.
Originaltitel: Wir haben vergessen zurückzukehren (D, 2000)
Regie: Fatih Akin
Länge: 58 Min
Stereo, 16:9
Fatih Akin gewährt einen sehr persönlichen Einblick in das Leben einer türkischen Familie mit deutschen Pässen und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise von Hamburg Altona nach Filyos, einem kleinen Fischerdorf am Schwarzen Meer, von wo sein Vater vor mehr als drei Jahrzehnten auszog, ein neues Leben zu beginnen.
"Wir haben einfach vergessen, wieder zurückzukehren", kommentiert Akins Vater lakonisch die Frage des filmenden Sohnes nach dem Grund ihres Bleibens. Andere entschieden sich dafür, doch zurückzukehren; viele folgten aus verschiedenen Gründen dem Ruf des Westens nicht und blieben in ihrem beschaulichen Fischerdorf. Und auch diese Daheimgebliebenen kommen zu Wort und reflektieren über den wahren Grund ihrer Heimatverbundenheit.
Dieser sehr persönlich inszenierte Dokumentarfilm - Fatih Akin nennt sein Familienporträt einen "Einwanderungsfilm" - "schildert das Leben türkischer Gastarbeiter der zweiten und dritten Generation in einer neuen Heimat, die ihnen vertraut und gleichzeitig auch oft fremd erscheint. In diesem sehr sensibel und einfühlsam erzählten Film zeigt Fatih Akin anhand seiner eigenen Familie das Schicksal tausender türkischstämmiger Einwanderer, die Zeit ihres Lebens ein Dasein zwischen zwei Kulturen führen, und führt dem Zuschauer die unterschiedlichen Facetten des nahezu unüberbrückbaren inneren Konflikts des ‚Deutsch-Türkisch-Seins' vor - zugleich ein Porträt der Einwanderergeneration, als auch eine Spurensuche eines jungen Künstlers" (schnitt.de).
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