09.02.2010
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Maria Braun glaubt, dass ihr Gatte Hermann während des zweiten Weltkriegs gefallen ist. Sie lässt sich mit dem schwarzen US-Soldaten Bill ein. Als Hermann unerwartet nach Hause zurückkehrt, geraten die beiden Männer aneinander. Maria tötet den Amerikaner im Affekt.
Nur anderthalb Tage hat die Ehe der Maria Braun gedauert, dann musste ihr Mann Hermann wieder an die Front. Nach Kriegsende versucht Maria vergeblich ihn zu finden. Sie schlägt sich als Animiermädchen in einer amerikanischen Bar durch und geht ein Verhältnis mit dem farbigen Soldaten Bill ein. Eines Tages steht Hermann überraschend in ihrer Wohnung. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den Männern. In ihrer Not schlägt Maria den körperlich überlegenen Bill mit einer Flasche nieder. Er stirbt, Hermann nimmt die Schuld auf sich und geht für seine Frau ins Gefängnis. Wieder ist sie allein. Sie lernt den kranken Fabrikanten Oswald kennen, der sie als Sekretärin einstellt.
Originaltitel: Die Ehe der Maria Braun (BRD, 1978)
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Darsteller: Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gisela Uhlen, Elisabeth Trissenaar
Länge: 115 Min.
Maria erweist sich als überaus tüchtige Kraft, macht große Karriere und viel Geld. Dass sie inzwischen auch Oswalds Geliebte ist, verschweigt sie Hermann nicht. Als seine Entlassung bevorsteht, wartet sie auf ihn vor der Haftanstalt. Doch er hat sie schon vorher verlassen und ist mit unbekannten Ziel abgereist. Die Rose, die er, wie versprochen, jeden Monat zuschickt, erinnert Maria an ihren Ehemann. Beruflich ist der Aufstieg perfekt, doch privat ist sie unglücklich, einsam und schroff ihrem Umfeld gegenüber. Als Oswald stirbt, taucht Hermann wieder auf. Sie fallen sich überglücklich in die Arme. Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu.
Mit "Die Ehe der Maria Braun" - dem ersten Teil einer Trilogie von Frauenschicksalen im frühen Nachkriegsdeutschland - es folgten "Lola" (1981) und "Die Sehnsucht der Veronika Voss" (1982) - etablierte sich Rainer Werner Fassbinder endgültig auch im Ausland als d e r Filmemacher des neuen deutschen Films. In den USA wurden der Film, Fassbinder und seine Protagonistin Hanna Schygulla von der Kritik gefeiert.
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