09.02.2010
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Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant verliebt sich Hals über Kopf in die junge Karin Thimm. Petra ermöglicht der verführerischen Karin eine Karriere als Model. Die beiden werden ein Paar.
Die erfolgreiche Modedesignerin Petra von Kant lebt and arbeitet mit ihrer unterwürfigen, schweigsamen Dienerin und Privatsekretärin Marlene in einem luxuriösen Bremer Apartment. Von ihrem verstorbenen ersten Mann hat sie eine halbwüchsige Tochter, Gabriele, die auf ein teures Internat geht. Die Ehe mit ihrem zweiten Mann scheiterte. Eine Freundin macht die distinguierte Aristokratin mit Karin Thimm, einer jungen Frau aus dem Arbeitermilieu, bekannt. Petra verhilft der mittellosen Karin zu einer Modelkarriere und fordert dafür ihre Liebe.
Originaltitel: Die bitteren Tränen der Petra Kant (BRD, 1972)
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Darsteller: Margit Carstensen, Hanna Schygulla, Irm Hermann
Länge: 119 Min.
Doch Karin, die von ihrem australischen Mann enttäuscht wurde, nutzt ihre Gönnerin hemmungslos aus und betrügt sie nach Strich und Faden. Als Karins Mann überraschend wieder auftaucht, kehrt sie sofort zu ihm zurück. Am Boden zerstört, hinterfragt Petra die heuchlerischen Beziehungen zu ihren Verwandten und falschen Freundinnen. Petra muss sich einige bittere Wahrheiten eingestehen. Voller Hoffnung bietet sie nun ihrer Dienerin Marlene, die Petra bislang vergötterte, von dieser aber nur voller Geringschätzung behandelt wurde, die Freundschaft an...
Rainer Werner Fassbinders virtuos inszeniertes Kammerspiel "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" zahlt zu den Meilensteinen des europäischen Autorenkinos. Mit seiner minimalistischen Inszenierung, die praktisch auf das Bett und das Schlafzimmer der Petra von Kant zentriert ist, erzielt Fassbinder einen maximalen Effekt. Basierend auf seinem eigenen Theaterstück, schildert er mit großer Sensibilität eine Frauenbeziehung, in der alle Schattierungen wechselseitiger Abhängigkeiten durchgespielt werden. Margit Carstensen und Hanna Schygulla agieren bis in die kleinsten Nuancen hinein glaubwürdig.
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