21.11.2009
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Aktuelle Informationen, Hintergrundberichte, Reportagen und Kurzinterviews zu bildungspolitischen Fragen im In- und Ausland. Das Themenspektrum reicht von Erziehung, Kindergarten, Schule und Studium bis zu Ausbildung, Weiterbildung und Beruf.
Campusmagazin am 22.11.09, 15.35 Uhr
Bildungsstreik
Teil 1:
Teil 2:
Moderation: Annette Maier
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PROGRAMMHINWEISE
Bayern2 Nahaufnahme 19.11.2009 15.30h
Denken wie Diogenes: Kinder philosophieren
Von Antje Dörfner
Wer bin ich? Was bedeutet Freundschaft? Und was ist eigentlich die Welt? Mit diesen Fragen beschäftigen sich bereits die Allerkleinsten bei „Kinder philosophieren“. Schon Kindergartenkinder und Grundschüler machen sich Gedanken über den Sinn des Lebens. In bayerischen Kindergärten und Schulen wird mit Begeisterung philosophiert. Erzieherinnen und Lehrer lassen sich extra dafür schulen. Beim Philosophieren lernen die Kinder, die Dinge zu hinterfragen. Hier geht es um Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Toleranz. Um Demokratieerziehung, die hier bereits im Kindesalter beginnt. Den Kindern macht das Philosophieren Spaß, denn hier fühlen sie sich ernst genommen. Falsche Antworten gibt es nicht, genau so wenig wie Notendruck. Die Buben und Mädchen werden selbstbewusster und trauen sich, ihre Meinung zu vertreten. Sie lernen, sich besser auszudrücken und den anderen zuzuhören. Und sie begreifen, dass sie genau so viel wert sind wie andere.
Die Fortbildungen für Erzieher sind gefragt. Inzwischen beschäftigen sich an der Hochschule für Philosophie in München auch Lehramtsstudenten und Pädagogen in einem neuen Zusatzstudiengang mit dem Thema „Kinder philosophieren“.
Die Nahaufnahme beobachtet Kinder beim Philosophieren und fragt nach, was Ihnen das Philosophieren bedeutet. Zu Wort kommen auch die Initiatoren und Ausbilder. Außerdem berichten Erzieher und Eltern von Ihren Erfahrungen mit dem Philosophieren im Kindesalter.
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Bayern2, IQ 04.11.2009, 18.05 Uhr
Sozialparadies, aber keine Diktatur? - wie Schüler im 20igsten Jahr des Mauerfalls die DDR sehen
von Klaus-Dieter Schuster
Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall wissen viele Schüler aus Ost- und Westdeutschland nur sehr wenig über die DDR. Das haben Forscher der Freien Universität Berlin herausgefunden. Fast die Hälfte der ostdeutschen Schüler bejahte die Aussage: „Die DDR war keine Diktatur, die Menschen mussten sich nur wie überall einfach anpassen.“ Und noch etwas wurde deutlich: je geringer der Kenntnisstand über die DDR ist, desto positiver wird sie beurteilt. Vor allem ostdeutsche Schüler loben die sozialen „Errungenschaften“ der DDR, die diktatorischen und repressiven Seiten blieben weitgehend ausgeblendet. Aber auch westdeutsche Schüler loben – zwar in abgeschwächter Form – die soziale Dimension des gesellschaftlichen Lebens im „Arbeiter-und-Bauern-Staat“.
Wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Was hat dazu geführt, dass es heute dieses verklärte und idealisierte Bild der DDR gibt? Der Blick der älteren DDR-Generation, der durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse geprägt ist und kein negatives Gesamturteil zulässt? Oder die ungenügende Aufarbeitung in der Schule? Oder die Ernüchterung über die gesellschaftliche Realität im vereinten Deutschland? Was ist zu tun? Ein besserer Unterricht – und wie könnte der aussehen?
In seinem Feature geht der Autor in Gesprächen mit Wissenschaftlern, Lehrern und Schülern aus Ost und West diesen Fragen nach.
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Bayern2 IQ 14.10.2009, 18.05 Uhr
Kinder machen Politik: UN-Kinderrechtskonvention zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Von Hannegret Biesenbaum
Kinder wollen einen Unterstand an ihrer Bushaltestelle, damit der Regen nicht in die Schultasche tropft und die Bücher nass werden. Sie schreiben dem Bürgermeister ihrer Gemeinde. Ähnlich entwickeln zurzeit viele Kinder Ideen, wie sie ihre Wünsche und Bedürfnisse in die Tat umsetzen können. Unterstützt werden sie von der UN-Kinderrechtskonvention, die im November zwanzig Jahre alt wird. In ihren Projekten lernen die Kinder, wie sie ihre Rechte wahrnehmen zu können. Genau daran hapert es nämlich, sagen Experten wie Manfred Liebel, Mitarbeiter der Internationalen Akademie für innovative Pädagogik an der FU Berlin. Dort wurde deshalb ein deutschlandweit einzigartiger Masterstudiengang eingerichtet: European Master in Children’s Rights. Hier untersuchen Studenten, wie die UN-Kinderrechtskonvention zu realisieren ist. Und zwar nicht nur von Erwachsenen als Beschützer der Kinder, sondern von den Kindern in Eigenregie. Im neuen Studiengang an der FU liegen jetzt die ersten Forschungsarbeiten zu dem Thema vor. Sie machen deutlich, welche Methoden und Strategien Kinder lernen müssen, damit sie ihre Rechte selbst einfordern können.
Podcast: http://www.br-online.de/imperia/politik_a.mp3
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