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23.12.2009


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Allergien Behörden-Kampf gegen die Ambrosia

Sie ist ein Albtraum für jeden Allergiker: die hoch allergene Ambrosia-Pflanze. Gesundheitsminister Markus Söder/CSU stellte gestern in München einen Forschungs- und Allergiebericht zu dem eingeschleppten "Unkraut" vor.

Stand: 25.06.2009

Ambrosia-Pflanze

Fast jeder dritte Allergiker in Bayern reagiere mittlerweile auch auf Ambrosia-Pollen, erklärte Söder in der Münchner Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität/LMU. Eine dort vorgestellte Studie der LMU bestätigt, dass eine Ambrosia-Allergie bis hin zu schweren Asthma-Erkrankungen führen kann. Bei den Krankenkassen könnten dadurch jährliche Zusatzkosten in zweistelliger Millionenhöhe entstehen, so Söder: "Wenn sich Ambrosia verbreitet, drohen weitere Allergieerkrankungen und Folgekosten."

Ambrosia einer der stärksten Allergieauslöser

Web-Tipp

Das Bayerische Gesundheitsministerium informiert auch auf Plakaten über den richtigen Umgang mit der Ambrosia-Pflanze.

Die Pollen der vor rund 150 Jahren aus Nordamerika eingeschleppten Beifuß-Ambrosie gehören – wie es auf der Internetseite des Ministeriums heißt – zu den stärksten Allergie-Auslösern überhaupt: Bereits ab ein bis drei Pollen pro Kubikmeter Luft reagierten stark empfindliche Personen allergisch, ab zehn Pollen je Kubikmeter reagiere die Mehrzahl der Ambrosia-sensibilisierten Personen symptomatisch. Zum Vergleich: Bei Birken- oder Gräserpollen werde erst eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung bezeichnet.

Dr. Franziska Rueff, zuständig für die LMU-Studie, bezeichnete die Beifuß-Ambrosie, im Fachterminus beifußblättriges Traubenkraut genannt, ebenfalls als bedeutsamen Allergieträger in Bayern. Wer bereits wisse, dass er Allergiker sei, solle sich frühzeitig desensibilisieren lassen. Nach Angaben der AOK werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Aktionsprogramm auch 2009: Der Bürger ist gefragt

Bildunterschrift: Gesundheitsminister Söder und Dr. Franziska Rueff von der LMU München

Um einem ähnlichen Verbreitungsgrad der Ambrosia wie in Frankreich, Ungarn und der Schweiz entgegenzuwirken, initiierte das Gesundheitsministerium bereits 2007 ein "Aktionsprogramm Ambrosiabekämpfung in Bayern". Das baut auf die Hilfe des Bürgers. Der soll Bestände von unter 100 Pflanzen selbstständig herausreißen, am besten samt Wurzelwerk. Vorkommen über 100 Pflanzen sollen bei den Kreisverwaltungsbehörden, wie Stadtverwaltungen oder Landratsämtern, gemeldet werden, die ihrerseit mit dem Bayerischen Landesamt für Landwirtschaft in Kontakt stehen. Die Kreisverwaltungen werden auf öffentlichen Flächen tätig und stehen privat Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. 

In München erklärte Umweltminister Söder, die Bekämpfung der Pflanze müsse aber noch vor der Blütezeit zwischen Ende Juli und Oktober beginnen, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Hintergrund

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