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19.03.2010


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Neue Regierung Eine Verfemte kehrt zurück

Sie hat eine Blitzkarriere und einen fast ebenso schnellen Abgang hingelegt. Dann noch ein Überraschungscoup: Die Ex-CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer wurde im Kabinett Seehofer Sozialministerin. Ihr Name war bei den Personalspekulationen erst ganz zum Schluss aufgetaucht.

Stand: 29.10.2008

Christine Haderthauer

Nach dem verheerenden Resultat der CSU bei den Landtagswahlen war Haderthauer im September 2008 ihrem Parteichef Erwin Huber ins Abseits gefolgt. Kurz nach dem Rücktritt des CSU-Vorsitzenden nahm auch die Generalsekretärin nach weniger als einem Amtsjahr ihren Hut. Sie wurde hauptsächlich für die verfehlte Wahlkampfstrategie verantwortlich gemacht, die zur schmerzhaftesten Niederlage in der Geschichte der CSU führte. Fortan galt sie eigentlich als politisch tot.

Nordlicht in Ingolstadt

In Neumünster in Schleswig-Holstein geboren, kam Christine Haderthauer als Jurastudentin nach Würzburg. Seit 1984 CSU-Mitglied, arbeitete sie zuerst in der Frauen-Union. Als Stadträtin von Ingolstadt machte sie Horst Seehofer auf sich aufmerksam, der mit daran arbeitete, dass Haderthauer 2003 aus dem Stand mit 62,6 Prozent für den Stimmkreis Ingolstadt-Neuburg in den Landtag einzog.

Erste Frau im Amt

Als Generalsekretärin war die damals 44-jährige Rechtsanwältin im Oktober 2007 mit einer guten Portion Vorschusslorbeeren gestartet. Eine "hervorragende Lösung" hatte der damalige Ministerpräsident Günther Beckstein in der gebürtigen Norddeutschen gesehen. Der Fraktionsvorsitzende Georg Schmid bescheinigte ihr "exzellente Arbeit" im Landtag und Parteigrande Alois Glück, damals noch Oberbayernchef und Landtagspräsident, sprach von einer "erfrischenden Lösung". Mit der Besetzung sorgte die CSU auch für ein Novum: Erstmals hatte die CSU eine Frau auf den Generalsposten gesetzt.

Weiter mit: Innenminister bleibt Innenminister
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