10.02.2010
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Mit einer Kampfansage an den Hunger auf der Welt hat die 51. Sammelaktion "Brot für die Welt" begonnen. Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich rief in seiner Predigt in München dazu auf, trotz der Probleme im eigenen Land die Not des "fernen Nächsten" nicht aus dem Blick zu verlieren.
Stand: 29.11.2009
Mit Blick auf die inzwischen mehr als eine Milliarde Hungernden auf der Welt mahnte Friedrich in der St.-Lukas-Kirche: "Obwohl die Erde genug hervorbrächte, um die ganze Weltbevölkerung zu ernähren, gelingt es uns nicht, die Güter gerecht zu verteilen." Die Menschen in Europa müssten über ihren Tellerrand hinausblicken und sich weniger auf ihre eigenen Probleme konzentrieren.
Friedrich, der Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist, rief zu mehr Nächstenliebe und Gerechtigkeit auf. Er betonte, "wie wichtig es ist, dass wir Christen unsere Mitmenschen mit ganz konkreter materieller Hilfe unterstützen" und erinnerte an die Hilfe, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von Christen anderer Länder erfahren habe. "Dadurch, dass sie uns bedingungslose Nächstenliebe erwiesen, gaben sie uns Nahrung und unsere Würde zurück."
Das Motto der 51. Aktion von "Brot für die Welt" lautet auch in diesem Jahr "Es ist genug für alle da". "Es ist eine Tatsache, dass genug für alle da ist", sagte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, zur Eröffnung. "Doch es reicht nur, wenn wir gerecht teilen und auf die Zugangschancen für alle achten."
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